Haubenkoch Hausgnost: "Wir bleiben unserer Linie treu"

Manfred Hausgnost wurde für seine Kochkünste erneut mit einer Haube ausgezeichnet. Im aktuellen Lockdown ist er aber mehr auf der Baustelle als in der Küche zu sehen.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 05:07
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Martina & Manfred Hausgnost
Martina & Manfred Hausgnost haben allen Grund zum Strahlen: Ihr Gasthaus an der Kreuzung wurde erneut mit einer Haube vom Restaurantführer Gault&Millau ausgezeichnet.
Foto: Sandra Frank

„Halbe Portionen bestellen“, lautet ein „kleiner Tipp“ im Restaurantführer Gault&Millau 2022, wenn es um die Bewertung des Gasthauses an der Kreuzung in Guntersdorf geht. Damit warnen die Testesser nicht etwa vor den Speisen, es ist ein gut gemeinter Rat, damit im Magen noch Platz für ein leckeres Dessert ist.

Mit 12,5 von 20 möglichen Punkten konnte Manfred Hausgnost, der im Vorjahr sogar den Titel „Gault&Millau Wirtshaus des Jahres“ verliehen bekam, seine Haube halten. „Das freut uns natürlich sehr“, strahlt der preisgekrönte Koch.

Was er schade findet: Dass die Prämierung nun im Lockdown publik wird und so an vielen Menschen unbemerkt vorübergeht. Hausgnost hofft sehr, dass er sein Lokal wirklich nur die angekündigten drei, maximal vier Wochen geschlossen halten muss und dann seine Gäste vor Weihnachten wieder bekochen darf – und zwar mit den gewohnt großen Portionen. „Wir bleiben unserer Linie auf jeden Fall treu“, werde eine Haube nicht ändern, wie viel auf den Teller kommt. Die Empfehlung des Gault&Millau tue dem Haubenkoch darum „fast ein bissl weh“.

Da das Gasthaus nun geschlossen sein muss, wird bei den Hausgnosts derzeit nur von Freitag bis Sonntag gekocht, die Speisen können abgeholt werden. In der neu gewonnenen Freizeit widmet sich Hausgnost der Fertigstellung der Baustelle nebenan. Wie berichtet hat die Familie das Gebäude neben dem Gasthaus dazu gekauft. Dort entstehen vier Appartements. „Wir sind gut unterwegs“, erzählt Hausgnost im NÖN-Gespräch. Im April oder Mai des nächsten Jahres will er Eröffnung feiern.