Raumplaner-Vortrag vor Gemeinderat. Hohenwarth-Mühlbach will Anregungen bei Siedlungserschließungen beachten.

Von Günter Rapp. Erstellt am 19. Oktober 2020 (02:38)
Vortrag im Gemeinde-Kulturzentrum Hohenwarth: Raumplaner MatthiasZawichowski, Bürgermeister Martin Gudenus und KEM-Managerin Silvia Köllner.
Rapp

„Klimaschutz und Siedlungsplanung sind ein heikles Thema, wobei die Bürger auf alle Fälle miteingebunden werden sollen.“ Das betonte Matthias Zawichowski von der im-plan-tat-Raumplanungs GmbH in seinem Vortrag vor den Hohenwarth-Mühlbacher Gemeinderäten. Initiiert hatte die Veranstaltung Silvia Köllner, Managerin der Klima- und Energiemodellregion Schmidatal.

Vor allem müssen der sorgsame Umgang mit dem landwirtschaftlichen Boden und die Entwicklung des Dorfes im Einklang bleiben, mahnte der Experte. Dabei sei zu bedenken: Je mehr verbaut wird, umso mehr Infrastruktur muss die Gemeinde schaffen. Dabei sind auch nicht völlig zubetonierte Siedlungsstraßen denkbar, vor allem hinsichtlich der Versickerungsmöglichkeit für Regenwasser.

„Verbaute Fläche fehlt dann“

„Verbaute Fläche fehlt der Landwirtschaft und als Retentionsfläche bei Starkregenereignissen“, unterstrich Zawichowski. Zudem müsse Fokus darauf gelegt werden, bestehenden Altbau zu reaktivieren und den Energiebedarf zu reduzieren. „Wir müssen die grüne Energie erhöhen“, so der Referent.

Was er den anwesenden Mandataren noch an Anregungen mitgab: Das Wachstumspotenzial der Gemeinde sei zu erheben, die Gebäuderessourcen im Ortskern seien bewusst zu machen und der Überschussstrom aus erneuerbarer Energie in „Grätzelspeichern“ zusammenzufassen.

Seitens der Marktgemeinde Hohenwarth-Mühlbach sollen diese Überlegungen bei weiteren Siedlungserschließungen miteinfließen, versicherte Bürgermeister Martin Gudenus.