Frauenpower zum Frühstück.

Von Elisabeth Schöffl-Pöll. Erstellt am 13. März 2017 (09:06)
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Traditionsgemäß zum Internationalen Frauentag veranstaltete das Frauenberatungs- und Bildungszentrum „Frauen für Frauen“ in ihren freundlichen Räumen in der Dechant Pfeiferstraße das Frauenfrühstück. Dabei wurde kräftig Frauenpower versprüht.

Geschäftsführerin Ursula Hein präsentierte stolz ihr Team der Beraterinnen und Psychotherapeutinnen. In ihrem Statement gab Hein einen beachtenswerten Rückblick und einen vielversprechenden Ausblick, wobei ihr drei Hauptpunkte von besonderer Wichtigkeit scheinen: Einkommensungleichheit, Vermögensunterschiede und Benachteiligung der Frauen im Steuersystem.

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Für die Frauen stößt die schlechte Bezahlung in manchen Branchen auf Unmut. In der Pflege- und Kindererziehungsarbeit sind immer noch großteils Frauen eingesetzt, sodass sich dies auf das Gehalts- und Pensionssystem negativ auswirkt. Gemeinsam mit dem AMS werden ausgleichende Projekte durchgeführt und auch der Bildungsappell an Frauen verstärkt. Frauenbeauftragte Claudia Öller vom AMS, die ebenfalls das Frauenfrühstück besuchte, konnte dem nur zustimmen.

Riesengroßer Andrang im Beratungszentrum

Ebenso wurde die Petition gegen FrauenARMut in Österreich vorgestellt, die im Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen unter dem Motto „Geben wir Frauenarmut in Österreich keine Chance“ entwickelt wurde. Medizinische Beratung in Hollabrunn wird ebenfalls bei Frauen für Frauen angeboten, und zwar unter dem Slogan: „Es muss nicht immer gleich „Chemie sein.“

Besondere Freude stellte sich ein, als Hein berichtete, dass die Subventionskürzung des Landes NÖ zum Teil mit einer großzügigen Spende von 3.000 Euro ausgeglichen werden konnte. Der Scheck wurde von der Präsidentin Susanne Nebes von Soroptimist International-Club Stockerau überreicht.

Die Räume des Beratungszentrums platzten aus allen Nähten, als die Besucherinnen das großzügig von den Mitarbeiterinnen bestückte Frühstückbuffet genossen und dabei wertvolle Gespräche mit Interessentinnen und dem Team führen konnten.

Eines möchte Geschäftsführerin Hein ihren „Frühstückerinnen“ noch mit auf den Weg geben: Seit der Einführung des Frauenwahlrechtes wurde für die Rechte der Frauen schon einiges getan, aber es gibt noch Vieles zum Nachdenken.