Frisierte Fahrzeuge im Visier: 38 Anzeigen. Vor allem „aufgemotzte“ einspurige Kraftfahrzeuge gingen der Hollabrunner Polizei bei einer Schwerpunktaktion ins Netz, die nicht die letzte dieser Art gewesen sein wird.

Von Sandra Frank. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:44)
Wenn das Moperl schneller geht als erlaubt, ist das Taferl weg.
NÖN, NÖN

Gar nicht selten kommt es vor, dass Fahrzeuge schneller laufen, als es ihre technischen Daten erlauben. Die Hollabrunner Polizei führte nun gemeinsam mit der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion NÖ eine Schwerpunktaktion durch. Dabei ging es speziell um die Überprüfung technischer Veränderungen an Kraftfahrzeugen, Geschwindigkeitsmessungen mit dem Mopedprüfstand sowie Lärmmessungen von Kraftfahrzeugen mit Schallpegelmessgeräten.

Das Ergebnis dieser Schwerpunktaktion: Es wurden 38 Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft erstattet, sieben Kennzeichen wurden abgenommen. „Dabei handelt es sich überwiegend um einspurige Kraftfahrzeuge“, sagt Bezirkspolizeikommandant Eduard Widhalm.

Angelegenheit kann kostspielig sein

Wie sieht so eine Lärmmessung aus? Zuerst wird eine Umfeldmessung durchgeführt, um den Lärmpegel der Umgebung zu ermitteln, dann wird der Lärm an jedem Auspuff gemessen. So stellen die Polizisten fest, ob Auto oder Moped frisiert wurden. Nach einer Kennzeichenabnahme bekommt der Fahrzeughalter eine Vorladung vom Land – zu einer besonderen Überprüfung. „Dort muss er mit seinem Fahrzeug, das sich im Originalzustand befinden muss, hinfahren“, schildert Widhalm. Dann wird erneut überprüft. Eine kostspielige Angelegenheit, weil viele – vor allem der jüngeren – Verkehrssünder die Originalteile gar nicht mehr hätten und diese erst wieder anschaffen müssen, wie der Polizeichef berichtet.

„Das wird keine einmalige Aktion bleiben“, will Widhalm derartige Kontrollen auf jeden Fall wiederholen.