Gastro-Szene: Zwei Schritte nach vor, einer zurück?. Bahnstraße ist um zwei Lokale reicher, die Innenstadt verliert aber mit dem „Daham“ einen weiteren Betrieb in der Fuzo.

Von Ulrike Grünauer. Erstellt am 17. April 2019 (05:41)
Grünauer
Das „Daham“ schließt mit Ostermontag in der Fuzo.

Mit dem Frühlingsbeginn ist in der Innenstadt auch frischer Wind in Sachen Gastronomie eingekehrt. Das Café-Restaurant „Waffle’s“ in der Bahnstraße, das Ende März seine offizielle Eröffnung feierte, erfreut sich schon jetzt großer Beliebtheit.

Das Familienunternehmen bietet nicht nur Süßes in Form von diversen Waffelkreationen, sondern auch Pikantes wie Pizza oder Burger. Unter der Woche gibt’s zudem ein Mittagsmenü. Für Cemo Sahin, einen der Geschäftsführer, ist ein Umstand besonders wichtig: „Bei uns sind alle Zutaten frisch und es wird auch alles frisch zubereitet.“

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Cemo und Inci Sahin möchten ihren „Waffle’s“-Gästen viel Neues bieten.

Von den hiesigen Branchen-Kollegen ist er beeindruckt, denn viele haben ihre Hilfe angeboten. „Wir sind stets bemüht, neue Ideen zu kreieren, auf Kritik einzugehen und uns weiterzuentwickeln“, spricht Sahin die Arbeitsweise seines Unternehmens an.

 Familie Schmitz bald in der Steiermark „daham“

 Das „Waffle’s“-Team wollte es auf sich zukommen lassen, welchen Anklang solch ein Lokal in der Schulstadt findet: „Wir sind in Hollabrunn neu und für die Hollabrunner sind wir neu. Wir wollten einfach mal ausprobieren, wie es hier läuft, und eine Marktlücke schließen.“

Eine Marktlücke in Hollabrunn zu schließen, war auch für die Betreiber der „KoShi Lounge“ ein Hauptgrund, ebenfalls in der Bahnstraße – gleich neben „Waffle’s“ – ein Shisha-Lokal aus der Taufe zu heben. Dabei können die Gäste den Abend mit riesigen Wasserpfeifen ausklingen lassen.

Doch während diese zwei neuen Lokale gerade erst ihre Fühler in Hollabrunn ausstrecken, nimmt ein anderes in Richtung Steiermark Abschied. Das Restaurant „Daham“ schließt mit Ostermontag, die Inhaber Claudia und Jürgen Schmitz werden in Zukunft als Schlosswirte in Pöllau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld tätig sein. Jürgen Schmitz ist voller Tatendrang: „Die Region dort ist gast- und gästefreundlich. Ich habe lange in dieser Gegend gearbeitet und kenne mich gut aus.“

Ein Grund dafür war, dass in der Hollabrunner Fußgängerzone zurzeit nicht viel Betrieb herrscht. „Leider ist die Fuzo nicht gerade ein Mekka für Besucher. Wir haben lange um eine Begegnungszone, die mehr Leben mit sich bringt, gebeten, was leider ignoriert wurde.“ Nun zog Familie Schmitz einen Schlussstrich und meint in Anlehnung an die „Mäusestrategie für Manager“: „Man soll dorthin gehen, wo man ein Lager voll mit Käse findet.“

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