"Hallo Wahlkampf": ÖVP-Reaktion auf SPÖ-Sorge um Wald . SPÖ-Stadtparteiobmann Friedrich Dechant und SPÖ-Klubobmann Alexander Eckhardt fordern Aufklärung angesichts der Grabungsarbeiten rund um die Jahnstraße. Anrainer seien verunsichert. Teilschlägerungen des Kirchenwaldes lassen Schlimmes erahnen, meinen die beiden Sozialdemokraten in einer Aussendung. Bei der ÖVP sorgt diese für Kopfschütteln.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 20. Oktober 2019 (14:05)
SPÖ
Dem SPÖ-Führungsduo Alexander Eckhardt und Friedrich Dechant ist die Baustelle nicht geheuer.

„Nicht genug, dass sich bereits der Vorgänger von Bürgermeister Babinsky ein blaues Auge bei der geplanten Verbauung des größten Juwels von Hollabrunn geholt hat, versucht man es anscheinend durch die Hintertür wieder“, meint Dechant.

Eckhardt äußert indes Wünsche zur Bauplatzschaffung: „Stadtnahe Katastralgemeinden können weiter mit nachhaltigen und leistbaren Bauplätzen wachsen. Ebenso müssen umgehend Maßnahmen gegen das Sterben der Dorfzentren folgen.“ Der Abrissbonus der Stadtgemeinde werde kaum in Anspruch genommen. „Wir brauchen in der Stadt Hollabrunn keine weiteren Luxusbauplätze auf Kosten der Natur und des Waldes.“

Das SPÖ-Duo verlangt „umfassendes Informationen über die Aktivitäten und ein Bekenntnis zum Kirchenwald rund um den ATSV-Platz“ und betont: „Finger weg von unserer grünen Lunge!“

ÖVP-Bürgermeister Alfred Babinsky zeigte sich auf NÖN-Nachfrage verwundert über diesen SPÖ-Alarm. Es handle sich lediglich um ein Wasser- und Kanalprojekt samt Straßensanierung, das von den Roten mitgetragen worden sei. 

"Hallo Wahlkampf", kommentiert ÖVP-Gemeindeparteiobmann Alexander Rausch den "Aufreger". Jeder Gemeinderat könne ohne Probleme nachfragen, welche Baustelle das ist. Die Sozialdemokratie verunsichere "wegen nix" die Bevölkerung. "Ich hoffe, die SPÖ erlaubt noch, dass man Baustellen in Auftrag gibt."