SBI kratzt nach Insolvenz die Kurve. Technologiebetrieb mit neuem Namen und neuer Eigentümerstruktur.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 15. August 2019 (05:31)
NÖN
SBI musste im Juli überraschend Insolvenz anmelden. Die Geschäfte laufen dank eines „Asset Deals“ weiter. Foto: NÖN

Anfang Juli musste mit SBI (Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG) ein Hollabrunner Vorzeigebetrieb überraschend Insolvenz anmelden. Die Zahl der Gläubiger wurde mit 250 beziffert. Verbindlichkeiten von 6,8 Millionen Euro standen Aktiva von 795.000 Euro gegenüber. Masseverwalter Georg Hampel zeigte sich jedoch zuversichtlich, alle 85 betroffenen Jobs retten zu können. Dazu gibt es nun gute Nachrichten.

Laut einem Schreiben, das der Hollabrunner NÖN vorliegt, können durch einen sogenannte „Asset Deal“ (eine Unterart des Unternehmenskaufs, bei der der Eigentümer wechselt) die Geschäfte in den Bereichen „Plasma Welding Technology“ und „Additive Manufacturing“ unter neuem Firmennamen und mit neuer Eigentümerstruktur in vollem Umfang weitergeführt werden.

Die SBI GmbH übernahm mit August die erwähnten Geschäftsbereiche. Eigentümer der Gesellschaft sind die Inocon Technologie GmbH (60,1 %) mit Sitz in Attnang-Puchheim, die voestalpine Böhler Welding Group GmbH (24,9 %) sowie der international anerkannte Technologieexperte Michael Kitzmantel (15 %). Geschäftsführende Gesellschafter der SBI GmbH sind Fritz Pesendorfer (Inocon) und Martin Peruzzi (voestalpine).

Ferdinand Stempfer, der die SBI Produktion techn. Anlagen GmbH & Co KG im März 1999 gründete, wird die beiden Geschäftsführer im technologischen und marktseitigen Ausbau der beiden Geschäftsbereiche operativ unterstützen. Mit der neuen Struktur seien hohe Innovationskraft, Synergiepotenzial und solide finanzielle Stärke für die neue SBI GmbH garantiert. Der neue Firmenhauptsitz befindet sich in Ziersdorf (Gewerbering 15).