Bauland-Umwidmung: Stadtchef ersucht um Verständnis. "Mehr Sachlichkeit" wünscht sich Hollabrunns ÖVP-Bürgermeister Alfred Babinsky in Bezug auf die Diskussion rund um die Umwidmung des ehemaligen Pfadfinder-Areals. Dass hier Wohnraum entstehen soll, sei auch im Stadtentwicklungskonzept festgeschrieben. Die Umgebung sei dennoch idyllisch.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 22. Oktober 2020 (07:00)
Die ÖVP unterstreicht, dass noch ausreichend Erholungsraum für die Anrainer bleibt.
zVg/ÖVP

Die Bauland-Umwidmung des bis vor kurzem noch von den - auf den alten Waldsportplatz übersiedelten - Pfadfindern genutzten Grundstücks an der Robert Löfflerstraße sorgte in der jüngsten Gemeinderatssitzung für ausgiebige Diskussionen. Die ÖVP-Mehrheit musste den Beschluss alleine durchboxen, die NÖN berichtete ausführlich:

„Nachdem ich höre, dass gegen diese Entscheidung jetzt im Nachhinein Unterschriften gesammelt werden und dabei mit zumindest Halbwahrheiten argumentiert wird, rufe ich zu mehr Sachlichkeit auf“, erklärt nun Bürgermeister Alfred Babinsky in einer ÖVP-Aussendung.

Das Areal, das für emotionale Debatten sorgt, befindet sich zwischen einer bestehenden Wohnhausanlage und dem Kindergarten und grenzt nach Norden an das Areal des Landschaftsteiches an.

Die Umwidmung sei ein weiterer sinnvoller Schritt zur Schaffung von Wohnraum in einem Abschnitt, der im Stadtentwicklungskonzept als Wohngebiet ausgewiesen ist, betont Babinsky. In den letzten Jahren sei dort unter anderem auch das neue Rotkreuz-Gebäude samt Seniorenwohnungen entstanden.

"Ein idyllisches Naherholungsgebiet"

„Es handelt sich um eine Fläche von rund 2.800 m² direkt an der Straße. Das angrenzende Parkgrundstück des Landschaftsteiches umfasst rund 6.000 m² und ist von dieser Umwidmung selbstverständlich ebenso wenig betroffen wie der dahinter liegende Grüngürtel mit seinem alten Baumbestand", versucht der Stadtchef, die Relationen zurechtzurücken.

Der Landschaftsteich mit einer Wasserfläche von rund 1.300 m² und der umgebende Grünraum würden mit der großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren ein idyllisches Naherholungsgebiet bilden, das von Anrainern und Kindergartenkindern gerne genutzt und sehr geschätzt wird. 

„Und wenn das nun umgewidmete Grundstück eines Tages ebenfalls bebaut wird, dürfen sich weitere Familien oder Senioren daran erfreuen“, ersucht der Bürgermeister um "mehr Verständnis und einen sachlichen Diskurs".