Grimus: „Dieser Bau wird Hollabrunns Stadtkern beleben“. Gleichenfeier für „Mittendrin 2020“. Rückkehr von Street One. Weitere zwei Geschäftslokale in der Fuzo.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:23)

„Ich hoffe, es ist eine Initialzündung für die Fußgängerzone“, sagte Bürgermeister Erwin Bernreiter, als Architekt Martin Grimus, geschäftsführender Gesellschafter der K 11 Immobilien GmbH, am vergangenen Donnerstag zur Gleichenfeier von Hollabrunns „Mittendrin 2020“ in der Sparkassegasse 4 lud. Im dritten Stock präsentierte er den zweiten Bauabschnitt dieses Innenstadtprojekts, das er im Vorjahr von Initiator Anton Urban übernommen hat.

„Bei dem Tempo können wir die Fertigstellung noch vorverlegen“

Nach Beginn der Rohbauarbeiten im Jänner 2019 wurde nur „unfassbare vier Monate“ später ein weiterer Meilenstein erreicht, wie Grimus betonte. Pünktlichst sei am 6. Juni der Kran abgebaut worden, nachdem 850 m Beton und 115 Tonnen Stahl verarbeitet worden waren. „Es ist eine Freude, mit einer so professionellen Baufirma zusammenzuarbeiten“, dankte der Architekt der Baufirma Zöfa mit Baumeister Kurt Zehetner. Bauleiter Erwin Pfeffer und Polier Walter Brunnbauer trugen den Gleichenspruch vor. Letzterer schmetterte dann noch ein Weinglas zu Boden, denn Scherben bringen bekanntlich Glück.

Nun seien die nächsten regionalen Firmen an der Reihe: „Bei dem Tempo können wir die für April 2020 geplante Fertigstellung noch vorverlegen“, schmunzelte Grimus. Die Firmen Seyfried-Jecho (Schwarzdecker und Spengler), Friedl (Installationstechnik), Leonbacher (Elektroinstallationen) und Schinnerl (Schlosser- und Leichtmetallbauarbeiten) stehen in den Startlöchern.

Es sei ein einzigartiges Wohn- und Gewerbeensemble im Herzen von Hollabrunn, so der Architekt. „Das Projekt spricht jene an, die großzügig mit Außenflächen im Zentrum wohnen, gleichzeitig aber nicht ganz auf das Haus-Gefühl verzichten wollen.“ Die Gesamtanlage umfasst 23 hochwertige Eigentumswohnungen und eine Tiefgarage mit 35 Pkw-Stellplätzen.

„Zukunft kann man bauen“Grimus zitiert den „kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry

„Es ist ein Schritt zur positiven Entwicklung der Fußgängerzone“, ist Grimus überzeugt, dass der Wunsch des Stadtchefs in Erfüllung geht. Im ersten Bauabschnitt wurden bereits 14 Wohnungen fertiggestellt, von denen kürzlich die zwölfte verkauft wurde. Zwei sind noch in Fertigstellung. Mit Mrs. Sporty hat sich auf der Koliskoplatz-Seite auch ein Betrieb angesiedelt.

Auf der Fuzo-Seite wird es weitere drei Geschäftslokale geben. Fix ist die Rückkehr des Textilshops Street One. Mit einem weiteren Unternehmen gebe es konkrete Verhandlungen, so Grimus. Für das kleinste Geschäftslokal (rund 100 m ) werde noch ein Mieter gesucht.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen“, zitierte Grimus den „kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry. „Hier wird Zukunft gebaut. Dieser Bau wird zu einer Belebung des Stadtkerns beitragen.“

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