Nappersdorf-Kammersdorf

Update am 27. Februar 2018, 06:37

von NÖN Redaktion

Kampf gegen Flammen bei klirrender Kälte. Sieben Feuerwehren waren Montagnacht im Einsatz, um einen Wohnhausbrand zu löschen.

Sie wurden zu einem Scheunenbrand gerufen, doch als die Feuerwehrmänner Montagnacht in Kleinweikersdorf eintrafen, sahen sie sofort, dass das nicht stimmt: Ein Wohnhaus stand in Flammen, diese schlugen bereits aus dem Dachstuhl. Die Hausbesitzerin konnte sich zum Glück selbst aus dem Haus retten.

Wilfried Sauberer, Kommandant der FF Kleinweikersdorf und Einsatzleiter, befahl einen Löschangriff von allen Seiten. Denn aufgrund des starken Funkenflugs musste das angrenzende Gasthaus geschützt werden. Gelöscht werden konnte jedoch nur von außen, da der Dachstuhl drohte, einzustürzen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich für die 90 Mann der sieben Feuerwehren als schwierig, da die Brandlast hoch und das brennende Wohnhaus unzugänglich war. „Über 20 Atemschutztrupps kamen aufgrund der starken Rauchentwicklung zum Einsatz“, berichtet der Einsatzleiter.

Bedingungen durch Eiseskälte erschwert

Es kam sogar zu einer Explosion, nachdem die Feuerwehrmänner den Löschangriff gestartet hatten, da sich Gasflaschen  im Gebäude befanden. Die FF-Kameraden mussten diese aus dem Gebäude schaffen.

Die Bedingungen wurden durch die Eiseskälte zusätzlich erschwert, wie Abschnittsfeuerwehrkommandant Markus Zahlbrecht berichtet: „Die Minusgrade waren nicht nur eine Herausforderung für Mensch und Material, die eisglatten Oberflächen stellten auch eine Gefahr für die Einsatzkräfte dar.“

Im Einsatz waren die Feuerwehren Dürnleis, Haslach, Kammersdorf, Kleinweikersdorf, Mailberg, Nappersdorf, Wullersdorf sowie das Abschnitts- und Bezirksfeuerwehrkommando Hollabrunn und das Rote Kreuz.