Präsenz bei Sitzungen wird bevorzugt. Die fünf Land-um-Hollabrunn-Bürgermeister sind sich einig: Damit sich die Mandatare besser austauschen können, werden Sitzungen in großen Sälen einberufen.

Von Sandra Frank. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:41)

„Um Gottes Willen, Nein, das fangen wir uns gar nicht an“, sagt Göllersdorfs Bürgermeister Josef Reinwein (ÖVP), als ihn die NÖN auf mögliche Umlaufbeschlüsse in seiner Gemeinde befragt.

In Göllersdorf wird die übliche Präsenzsitzung Mitte Dezember stattfinden – mit normaler Tagesordnung, auf der auch das Budget für das kommenden Jahr zu finden ist. Man könne die Angelegenheiten persönlich besser besprechen als via Umlaufbeschluss, erklärt Reinwein, weshalb er seine Mandatare lieber im Turnsaal der Mittelschule zusammenruft. Bei seinem Bürgermeister-Kollegen in Nappersdorf-Kammersdorf verhält es sich ebenso: „Man kann besser reden, wenn man sich persönlich sieht“, sagt Martin Eckl (ÖVP).

Die Budgetsitzung wird, wie auch die vergangenen Sitzungen, im Dorfzentrum „Hier und Jetzt“ abgehandelt. „Wir halten alles recht kurz“, sagt der Dürnleiser. Im Veranstaltungssaal sei ausreichend Platz, dass jeder Mandatar seinen eigenen Tisch bekommt.

Projekte, die aufgrund der Corona-Krise verschoben werden mussten, habe es in Nappersdorf-Kammersdorf keine gegeben. Einzig beim geplanten Hochwasserschutz müssen zusätzlich Erdproben entnommen werden. Das habe den Zeitplan verzögert. „Das hat aber nichts mit Corona zu tun“, sagt Eckl, der gerade dabei ist, alle Informationen zusammenzusammeln, um seine Gemeinde auf die bevorstehenden Corona-Massentests vorzubereiten.

„Wir machen’s, wie

es sich gehört“

„Wir besprechen alle Punkte in einer Präsenzsitzung“, setzt auch Guntersdorfs ÖVP-Bürgermeister Roland Weber auf die Anwesenheit seiner Gemeinderäte bei sämtlichen Punkten der Tagesordnung.

„Wir machen’s so, wie’s g’hört“, sieht Wullersdorfs Bürgermeister Richard Hogl von Umlaufbeschlüssen oder virtuellen Sitzungen ebenfalls ab. „Es soll ja öffentlich sein“, sagt er.

Die Zuhörer, die dabei sein möchten, sollen die Möglichkeit dazu haben. Darum findet die Sitzung im Turnsaal der Mittelschule statt. „Wir haben den Saal schon für die nächsten drei Sitzungen im kommenden Jahr reserviert“, verrät Hogl. Der Landtagsabgeordnete ist überzeugt, dass zumindest die März- und Mai-Sitzung noch dort über die Bühne gehen werden. „Es kommt darauf an, wie brav sich alle impfen lassen und wie wir die Pandemie in den Griff bekommen.“

„Aus heutiger Sicht wird die Gemeinderatssitzung am 9. Dezember sein, unter denselben Voraussetzungen wie letztes Mal“, sagt Graberns Bürgermeister Herbert Leeb. Bedeutet: Die Sitzung wird im Turnsaal der Volksschule in Mittergrabern stattfinden – mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand.

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