Krimis a la Rossmann. Die Autorin stellte im Rahmen von „Kunst und Kino im Keller“ den Hollabrunner Krimi-Fans „Wein und Tod“ und „Alles Rot“ vor.

Von Ulrike Grünauer. Erstellt am 17. September 2014 (07:03)
NOEN, zVg
Rossmann schrieb nach der Lesung Widmungen und Autogramme.
Das Weinviertel war schon öfters Schauplatz ihrer Krimis. Kein Wunder, hat sich doch die bekannte Autorin Eva Rossmann, ihres Zeichens gebürtige Grazerin, ebendieses als Wahlheimat ausgesucht.

„Ich wollte einfach mehr Luft“, schildert Rossmann, warum es sie nach Auersthal zog. Doch auch der Wein hat es ihr angetan. Sie und ihre Titelfigur Mira Valensky lieben ein gutes Tröpferl. Diese Liebe ging sogar so weit, dass Rossmann einmal einen eigenen kleinen Weingarten besessen hat.

Die Lesung der sympathischen Wahl-Weinviertlerin in der Sitzendorfer Kellergasse im Zuge der „Kultur und Kino im Keller“-Veranstaltungen war bis auf den letzten Platz ausverkauft.

EU-Krimi mit dem Motto „Schuld sind andere“ 

Dank Musikschuldirektor Martin Haslinger, seinem Saxofon, seiner Bassklarinette und seinem einzigartigen Talent der Improvisation kamen die Gäste auch in musikalischen Genuss. Man war gespannt auf ihren neuesten Streich, „Alles Rot“, wieder mit dabei: Mira Valensky.

Doch zuerst wurde ein Klassiker ihrer Romane präsentiert. In „Wein und Tod“ sind die Kapitel den Monaten zugeteilt. „In jedem Kapitel wird beschrieben, was zu dieser Zeit im Weingarten zu tun ist“, erklärt Rossmann den Gedanken dahinter.

Auszugsweise wurde die Geschichte um den ermordeten Star-Winzer und die Ermittlungen vorgetragen, anschießend wurde das neueste Werk präsentiert.

„Alles Rot“ hat mehrere Handlungsorte. Es spielt auf Zypern, in Brüssel und im Weinviertel. „Es gibt eh so viele Regionalkrimis, da hab ich mir gedacht, ich schreib einen Europa-Krimi“, schmunzelte Rossmann, während sie die wichtigsten Fakten bezüglich der Geschichte schilderte.

Es geht um Korruption, Spekulation - und darum, dass keiner daran schuld sein will. „Es passiert immer woanders, nie bei uns“, lautet das Motto in einer kleinen Gemeinde im Weinviertel. Und natürlich gibt es auch einen Mord. Doch wie die Geschichte ausgeht, das muss man dann doch noch selbst nachlesen.