Mailberger lag fast zwei Jahre tot in seinem eigenen Haus

Erstellt am 18. Jänner 2023 | 07:05
Lesezeit: 2 Min
New Image
Traurige Szenen spielten sich in Mailberg ab: Ein 63-Jähriger lag über eineinhalb Jahre tot in seinem Haus, bevor er nun gefunden wurde.
Foto: Romana Schuler
Der Leichnam eines 63-Jährigen war schon verwest, als die Polizei sein Haus aufbrach. „Alle waren der Meinung, dass er bei seiner Freundin außerhalb von Mailberg wohnen würde“, berichtet Bürgermeister Herbert Goldinger, der versucht hat, Lehners Aufenthaltsort herauszufinden.

Einen grausamen Fund machte die Polizei Mitte Dezember in einem Haus in Mailberg: Das Haus von Theodor Lehner wurde nach polizeilicher Anordnung geöffnet, der stark verweste Leichnam des Mannes wurde gefunden.

Mindestens eineinhalb Jahre musste Lehner bereits tot in seinem Haus gelegen haben, während dieser Zeit wurde er von niemandem als vermisst gemeldet. Lehner wurde 63 Jahre alt und war als Hilfsarbeiter tätig und zuletzt beim AMS gemeldet gewesen. „Alle waren der Meinung, dass er bei seiner Freundin außerhalb von Mailberg wohnen würde“, sagte Bürgermeister Herbert Goldinger. Er habe in den vergangenen Monaten mehrmals versucht, den Aufenthaltsort von Lehner herauszufinden. „Aufgrund des Datenschutzgesetzes ist es schwierig, konkrete Informationen zu bekommen“, erklärte Goldinger, die Verwandtschaft Lehners habe keinen Kontakt mit dem Verstorbenen gehabt.

Ob man nicht bemerkt habe, dass seine Abgaben und Betriebskosten nicht bezahlt wurden? „Er war nicht vermögend“, meinte der Bürgermeister und fügt hinzu: „Viel konnte man bei ihm ohnedies nicht holen, aber letztlich muss man die Schulden dann gerichtlich einholen. Die EVN hat uns auch nicht informiert, ob der Strom abgeschaltet worden ist.“

Ein Fremdverschulden sei auszuschließen. Es sei bekannt gewesen, dass der Mailberger schwer krank war, und wahrscheinlich kehrte er kurz vor seinem Tod in sein Haus zurück, wo er verstarb. Lehners Beerdigung findet am 19. Jänner in Mailberg statt.