Grundstückstausch für Schlüsselloch-Aussichtspunkt. Mailberger Gemeinderat stimmte einhellig für Kompromiss wie auch für Rechnungsabschluss.

Von Romana Schuler. Erstellt am 04. Juni 2020 (06:04)
Bürgermeister Herbert Goldinger mit Vizebürgermeister Christoph Hohl mit Masken.
Romana Schuler

Am vergangenen Donnerstag fand die erste Mailberger Gemeinderatssitzung nach dem Corona-Lockdown statt. „Wir müssen mit diesen Tatsachen leben und schauen, dass wir das einigermaßen über die Runden kriegen“, begrüßte Bürgermeister Herbert Goldinger (SPÖ) die maskierten Mandatare im Sitzungssaal des Gemeindeamtes.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde zuerst die ausständige Angelobung von Engelbert Ulmer (ÖVP) als Gemeinderat nachgeholt.

Corona-Zeiten erfordern ungewöhnliche Platzanordnung der Gemeinderäte während der Sitzung.
NOEN

In einem Punkt der Tagesordnung ging es um die geplante Errichtung eines im Rahmen eines Projekts der Weinstraße Weinviertel West (ein großes Schlüsselloch symbolisiert in jeder der 24 Gemeinden einen sehenswerten Punkt) auf einem Grundstück des Malteserordens.

Der Bürgermeister hatte im Vorfeld bereits Gespräche darüber geführt und erklärte, dass der Orden nicht verkaufen, sondern das Grundstück tauschen wolle. Vonseiten des Ordens liege nun ein Vertrag vor, der vorsehe, zwei Wegstücke im Wald gegen das Grundstück für den Aussichtspunkt zu tauschen. Darüber wurde im Gemeinderat diskutiert.

Goldingers Kompromissvorschlag, eines der beiden Wegstücke inklusive Kostenübernahme der Vermessung gegen das Grundstück für den Aussichtspunkt zu tauschen, wurde einstimmig angenommen.

Ein wesentlicher Punkt war schließlich die Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2019. Der Bürgermeister erläuterte ausführlich die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde im vorherigen Jahr und fasste zusammen, dass die aktuelle finanzielle Lage als sehr zufriedenstellend anzusehen sei. So gab es auch hier einen einstimmigen Beschluss.

Goldinger berichtete dann noch, dass Mailberg seit Kurzem über eine schnellere Internetanbindung verfügt. Weiters wurde die Idee vorgestellt, die Böschungen der Rückhaltebecken durch Beweidung mit Schafen zu pflegen.