Maissau fördert durch Grundstücks-Ankauf den Zuzug. Stadtgemeinde erwarb privates Bauland, um rasche Bebauung zu ermöglichen. Resolution für Maßnahmen gegen Biberschäden ebenfalls beschlossen.

Von Günter Rapp. Erstellt am 13. April 2019 (03:55)
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Wenn in einem Straßenzug – so wie hier in der Siedlung Weitenbach –alle Bauplätze verbaut sind, können die Einrichtungen der bestehendenInfrastruktur optimal genützt werden.

Eine Verwertung von Baugrundstücken, die sich im Privatbesitz befinden, möchte die Stadtgemeinde künftig erleichtern. Im Gemeinderat wurde jetzt der Ankauf von vier Grundstücken in der Neuen Siedlung in Limberg und von zwei Liegenschaften in der Maissauer Sonndorfer Straße beschlossen.

„Uns geht es vor allem darum, diese Liegenschaften bei einem Weiterverkauf mit Bauzwang zu belegen, um damit eine möglichst rasche Bebauung zu erreichen“, sagt VP-Bürgermeister Josef Klepp. Damit soll ermöglicht werden, vorhandene Baulücken zu füllen und die ohnedies vorhandene Infrastruktur entsprechend zu nützen.

Die Gemeinde zahlt für die Grundstücke einen Quadratmeterpreis von 27 Euro, was dem derzeit ortsüblichen Tarif entspricht. Insgesamt umfasste diese Grundstücksankaufaktion der Stadtgemeinde 171.000 Euro. Eine Investition, die VP-Vizebürgermeister Karl Frühwirth begrüßt: „Der Profit der Gemeinde ist die Ansiedlung neuer Bürger. Ich bin optimistisch, dass der Weiterverkauf der Baugrundstücke funktioniert.“

Einer Resolution gegen ein Überhandnehmen der Biberpopulationen im Gemeindegebiet hat der Maissauer Gemeinderat übrigens ebenfalls einstimmig zugestimmt. „Die Kosten für die entstehenden Schäden muss die Gemeinde tragen“, erklärt Bürgermeister Klepp und appelliert: „Bund, Land und Gemeinde sollen hier gemeinsam Maßnahmen setzen.“

Vor allem angenagte Bäume, durch Biberdämme angestaute Gerinne und gefährlich unterhöhlte Agrarwege würden eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellen.