Pfiat Gott, Pfarrer Pfeifer!. Emotionale Worte zur Verabschiedung von Franz Pfeifer, dessen Schätze seine Blumen sind.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. August 2019 (11:55)

Zum Abschied von Pfarrer Franz Pfeifer, der in Hollabrunn 15 Jahre lang wirkte, feierte die katholische Pfarrgemeinde am vergangenen Sonntag eine Dankesmesse. Koordiniert von Martin Marte-Singer sorgten mehrere Chöre und Musiker für den würdigen Rahmen.

Pfarrer Pfeifer, den es nun in das südliche Vikariat, in die Nähe seiner ursprünglichen Heimat nach Hochwolkersdorf und Schwarzenbach verschlägt, dankte der Gemeinde, dass hier so viele Menschen mitarbeiteten und so vieles möglich machten. Er bat, in der Pfarre auch künftig immer eine offene Türe zu haben. Alle Menschen sollen willkommen sein und ihre Anliegen sollen gehört werden.

Ein Pfarrer, der auf Augenhöhe kommuniziert

Ob bei Festen, Haussegnungen, Schlüsselübergaben oder Jubiläen: Der Pfarrer sei immer ein gern gesehener Gast gewesen, der mit den Menschen auf Augenhöhe kommunizierte, bei dem man sich angenommen fühlte und mit dem man auch lachen konnte, betonte Bürgermeister Alfred Babinsky. Er erreichte mit seiner emotionalen Rede lang anhaltenden Applaus und „Standing Ovations“ für Franz Pfeifer.

Die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Hermi Tribelnig, nahm Bezug aufs Evangelium und auf ein Bild, das Pfeifer vor zwei Jahren gemalt hatte. Der Auftrag dafür lautete, wie er die Pfarre Hollabrunn und deren Entwicklung sieht. In einem Satz des Evangeliums heiße es: „Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz.“

Franz Pfeifer: Geistlicher und Gärtner

Die Schätze für Franz Pfeifer sind seine Blumen. „Hier muss man wissen, dass er ein begnadeter Gärtner ist, der fast alle Blumen des Pfarrzentrums hegte und pflegte und auch viele in den Kirchen“, schilderte Tribelnig. 

Auf dem Bild war ein Samen gemalt, der gerade einen kleinen Trieb hatte. Die untere Hälfte des Bildes zeigte eine volle Ähre. „Für den Pfarrer war also Hollabrunn ein guter Boden, wo sich viel entfalten konnte und dieses auch Blüten und Früchte trug.“

Gemeinschaft war dem Pfarrer immer wichtig

Ein weiterer Satz aus dem Evangelium lautet: „Du bist ein Knecht, der zur rechten Zeit seinem Gesinde Nahrung gibt.“ Franz Pfeifer hatte auch eine Schale mit Brot auf das Bild gemalt. Nicht nur wirkliches Brot, sondern Gottes Botschaft sollte für die Menschen Nahrung sein. Die „Communio“ – die Gemeinschaft um den Tisch des Herrn – sei ihm stets wichtig gewesen. Mit verschiedenen Formen der Andacht versuchte er, diese spürbar zu machen.

"Sollst nächste Pfarre zum Erblühen bringen"

„Jeder und jede fühlte sich von dir angenommen und gestärkt und die Anliegen kleinerer Gruppen und Orte waren dir immer wichtig. Wir wünschen dir alles Gute für die nächsten Pfarren und sind uns sicher, dass du auch dort Schätze findest, die du zum Erblühen bringen wirst“, dankte Tribelnig.

Nach der Messe lud die Pfarrgemeinde zur Agape, bei der viele die Gelegenheit wahrnahmen, Pfarrer Franz Pfeifer persönlich zu danken und sich von ihm zu verabschieden.