Immer am Puls der Zeit: Retz punktet mit FB-Auftritt. Die Amtstafel war gestern, Retz punktet mit seinem Facebook-Auftritt bei den Bürgern.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 20. Oktober 2019 (06:08)
Lechner
Preisverleihung (v.l.): Stadtrat Stefan Lang, Bürgermeister Helmut Koch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Daniel Wöhrer und Kultur.Region. Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber.

Mit der klassischen Amtstafel an der Wand des Stadtamtes erreicht man seine Bürger kaum noch. Um dennoch zeitgemäß mit ihnen in Kontakt zu bleiben, betreibt die Stadtgemeinde Retz zusätzlich sehr engagiert eine Facebook-Seite, auf der Neuigkeiten aus der Politik, der Stadt sowie die Aktivitäten der zahlreichen Vereine veröffentlicht werden und wo auf die vielen Veranstaltungen der Region hingewiesen wird. Die Infos bekommt man sofort und egal, wo man ist –, ob man gerade im Zug sitzt oder Mittagspause hat.

Zusätzlicher Vorteil: Die Kommunikation ist hier nicht einseitig. Viele Kommentare und Rückmeldungen von Bürgern geben unmittelbares Feedback, wie eine Initiative ankommt, und erlauben Erklärungen dazu.

„Sind so etwas wie ein Leuchtturm in der Region“

Der aktive Kopf hinter dem Auftritt ist vor allem Gemeindemitarbeiter Daniel Wöhrer. Bei ihm laufen die Informationen zusammen, er überlegt, was interessant sein könnte und bereitet die Daten „facebook-tauglich“, also prägnant mit einem aussagekräftigen Bild auf.

Dieses Service kommt an; das erkenne man an der großen Reichweite, die die Beiträge mittlerweile haben, erzählt Wöhrer. Rund 1.860 Personen haben die Seite abonniert und halten sich so regelmäßig über die Aktivitäten in der Stadtgemeinde auf dem Laufenden. Zusätzlich werden die Beiträge geteilt und verbreitet.

„Wir beobachten, dass auch sehr viele Personen aus den benachbarten Gemeinden unserer Seite folgen. Wir sind so etwas wie ein Leuchtturm in der Region“, freut sich der 30-Jährige, dass das Engagement über die Stadtgrenzen hinweg so geschätzt werde.

Auch seitens des Landes hat man dies belohnt. Zum ersten Mal wurde von der Kultur.Region.Niederösterreich ein Wettbewerb der kommunalen Kommunikation ausgeschrieben, bei dem Retz den vierten Platz für den Social-Media-Auftritt belegte. Stolz kann man zusätzlich sein, als Kleinstadt gleich hinter den Bezirksstädten Tulln, Waidhofen an der Ybbs und Krems gereiht worden zu sein.

Eine Fachjury aus Medien- und Kommunikationsexperten, der auch NÖN-Chefredakteur Walter Fahrnberger angehörte, sichtete die Einreichungen und traf in stundenlanger Auswahl eine sorgsame Entscheidung.