Grüne wollen rasche Skatepark-Erneuerung. Bei den Nutzern des Skatepark am Messegelände herrsche Sorge, dass aus der angekündigten Erneuerung der Jugendeinrichtung nichts wird, sagt Georg Ecker von den Grünen. Jugendliche haben sich an den Landtagsabgeordnete gewandt, da der Zeitplan für das Projekt nicht eingehalten wird.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 16. November 2019 (10:20)
Landtagsabgeordneter Georg Ecker weist auf die örtliche Nähe zwischen Skatepark und Hundehaltezone hin und fordert eine Lösung unter Einbindung der Betroffenen.
Die Grünen

Als Baubeginn war Oktober geplant. Doch es gibt Schwierigkeiten bei der Ablöse des ehemaligen Areals der Kleintierzüchter, wie Ecker weiß. Dieses solle nach Plänen der Gemeinde künftig als Hundezone zur Verfügung stehen. Solange aber die Hundezone nicht verlegt werden könne, steht der Platz für den Pumptrack nicht zur Verfügung, der gleichzeitig errichtet werden soll. Dabei handelt es sich um eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die NÖN berichtete.

„Ich verstehe nicht, warum man den Skatepark nicht unabhängig vom Pumptrack erneuern kann“, sagt Ecker. Schon in der letzten Gemeinderatssitzung hatten die Grünen gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien ein Gesamtkonzept für die Fläche in der Aumühlgasse gegenüber der Firma Sivag gefordert. "Dessen Ausarbeitung wurde jedoch von der ÖVP-Mehrheit abgelehnt – weshalb es dort weiterhin zu Problemen kommen wird", meint der Grün-Politiker.

Hunde reagieren auf Skater mit Gebell

„Durch die unmittelbare Nähe des Hundeplatzes zum Skatepark reagieren die Hunde auf den Lärm der Skateboards mit Gebell, was wiederum Skater wie auch Hundebesitzer stört. Da die Gemeinde den Hundeplatz ohnehin verlegen möchte, muss sie die Hundehalter bei der Suche nach einem neuen Standort einbinden“, fordert Ecker. „Vielleicht findet sich so eine Lösung, um künftigen Konflikten vorzubeugen.“

Den Skatern sei die Trennung nicht so wichtig. Laut ihnen könne man sich auch an den ursprünglichen Plan halten, laut dem die Hundezone auf dem aktuellen Standort bleibt und der Pumptrack auf der Grünfläche daneben seinen Platz findet. „Hauptsache der Skatepark ist im Frühjahr neu und befahrbar“, meint ein Vertreter der Skater.

"Konzept für gesamte Fläche"

Der für das Projekt verantwortliche ÖVP-Gemeinderat Thomas Bauer bestätigt auf NÖN-Nachfrage eine Verzögerung. Im hinteren Teil des ins Auge gefassten Areals, parallel zur Bahn, habe nämlich der Kleintierzüchterverein ein Grundstück gepachtet. "Nun ist dieser Verein aber scheinbar in Auflösung begriffen und wir wollen auch dieses Grundstück in die Überlegungen zu Skatplatz und Pumptrack miteinbeziehen", erklärt Bauer.

Da aber auf besagtem Gelände ein vom Verein errichtetes Gebäude steht, müsse erst geklärt werden, was damit geschieht. Weil der Verein aber nicht "nicht mehr wirklich aktiv" sei, ziehe sich die Entscheidung hin. "Erst, wenn das geklärt ist, soll über die gesamte Fläche ein Konzept gelegt werden, um den vorhanden Platz optimal nutzen zu können", erläutert Bauer.