Neujahrskonzerte: Klangvolles „Prosit 2015“. Begeisterung für Herbert Klinger, der als Dirigent der Hollabrunner Stadtmusik debutierte. Traditionelles & Neues servierte Gerhard Binder mit seinem Stab in Pulkau.

Von Elisabeth Schöffl-Pöll und Michael Böck. Erstellt am 07. Januar 2015 (05:48)
NOEN, Michael Böck
Traditionelle und moderne Melodien brachte die Trachtenkapelle im Pulkauer Stadtsaal beim Neujahrskonzert zu Gehör. Foto: Michael Böck

Das neue Jahr mit flotten Melodien willkommen zu heißen, ist in Hollabrunn Tradition. Diesmal war der Andrang besonders groß. In angespannter Erwartung auf das erste Dirigat eines Neujahrskonzertes von Herbert Klinger zeigten sich die Musikfreunde und Kenner im vollen Hollabrunner Stadtsaal vor dem 39. Neujahrskonzert.

Verdiente „Standing Ovations“ für das Konzert

Unter den Besuchern lauschten auch Stadtpfarrer Franz Pfeifer mit beiden Kaplänen, Landtagsabgeordneter Richard Hogl, Hollabrunns Bürgermeister und die Stadträte für Kultur und Finanzen. Alle zeigten sich begeistert!

Der Dirigent und das mächtige Orchester ernteten schließlich verdiente „Standing Ovations“. Die Solisten brillierten, allen voran Joachim Celloud mit seinem außergewöhnlichen Klarinettensolo.

Klinger hatte im Gegensatz zum Neujahrskonzert der Wiener Philharmoiker unter Zubin Mehta, der die musikalische Strauß-Dynastie in den Mittelpunkt stellte, das Repertoire vielseitiger angelegt.

Pointierte Straßl-Moderation schon zum 4. Mal

Nach dem „Einzug der Gladiatoren“ vom bedeutendsten Marschkomponisten Europas, Julius Fucik, umrahmte Klinger mit Johann Strauß Melodien ein beachtenswertes zeitgenössisches Programm, welches das Medly „Herb Alpert Golden Hits“, das zur Klangschönheit auflaufen ließ, wie Melodien aus „Der Zauberer von Oz“ einschloss.

Karl-Gerhard Straßl hatte zum vierten Mal die Moderation übernommen, die er pointiert ausführte, er war auch Klavierbegleiter. Straßl würdigte die Verdienste von Herbert Klinger, der international gefragt ist und 2011 in Moskau das Orchester des russischen Innenministeriums dirigieren durfte.

Straßl vermittelte den Eindruck eines liebevollen und wertschätzenden Austausches zwischen musikalischem Leiter und Hollabrunner Musikern. Eine Besucherin skizzierte es wie folgt: „Ein wertvoller Topf hat in Klinger den passenden Deckel gefunden.“

Klinger dirigierte sich ins Herz des Publikums

Mit dem obligaten Radetzkymarsch spielten sich Stadtmusik und ihr begnadeter Dirigent vollends in die Herzen des Publikums.

Traditionelles und Neues wurde beim Pulkauer Neujahrskonzert ebenfalls vereint: Am zweiten sowie dritten Tag des Jahres spielten die örtliche Trachtenkapelle und die Teeny Band für ein erfolgreiches 2015 auf.

Mit kurzen Worten und einem fröhlichen „Prosit Neujahr“ wurde das Publikum im Stadtsaal in Empfang genommen. Unter den Gästen waren Pfarrer Jerome Ciceu und Bürgermeister Manfred Marihart.

Himmelbauer informierte über die Musikstücke

Trachtenkapellenobmann Bernd Balcar bedankte sich im Rahmen des Konzerts einerseits für die Unterstützung der Bevölkerung, welche sie durch Spenden und Interesse immer unterstützt sowie bei den Musikerfamilien, die es auch „nicht immer leicht haben“, wie er aus Erfahrung weiß.

Das bereits 49. Neujahrskonzert wurde von der Trachtenkapelle unter der Dirigentenleitung von Gerhard Binder mit dem „Marsch der Finnländischen Reiterei“ eingeleitet. Zwischen den Liedern verlas Stadtrat Leo Ramharter sämtliche Glückwünsche von den verschiedensten Pulkauer Betrieben und Vereinen für 2015.

Anschließend erzählte Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, die Marketenderin der Trachtenkapelle ist, Wissenswertes über das jeweils darauf folgende Musikstück. Nach der Pause spielte die Teeny Band auch modernere Stücke wie „The Wizard of Oz“ oder eine Zusammenstellung von Zeichentrickmusik, wie etwa „Bugs Bunny and Friends“.