Projekte für 2022: Wohnen am Teich, verkosten am Turm

Erstellt am 15. Januar 2022 | 04:46
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Die NÖN spricht mit den Ortschefs über ihre Pläne für 2022. Das tut sich in Seefeld-Kadolz, Mailberg und Haugsdorf …

Eine Reihe von wichtigen Vorhaben sind im neuen Jahr in den Pulkautaler Gemeinden geplant oder stehen vor ihrer Fertigstellung. Die NÖN sprach mit den Gemeindechefs über deren Großprojekte. Der Straßenbau steht fast überall auf der Agenda.

Großer Brocken fürs Schuldach. In Großkadolz wird eine Neugestaltung der Kellergasse durchgeführt, die Gesamtprojektkosten inklusive der Förderungen belaufen sich auf 140.000 Euro. Eine große Summe von 300.000 Euro ist für die dringende Dachsanierung beim historischen Volksschulgebäude vorgesehen.

„Eigentlich wollten wir schon letztes Jahr damit beginnen, aber aufgrund der schlagartigen Verteuerung der Baumaterialien wurde uns geraten, etwas zuzuwarten, bis sich die wirtschaftliche Situation ein wenig entspannt“, erklärt SPÖ-Bürgermeister Peter Frühberger. Erfreut ist er über die baldige Fertigstellung der Anbindung ans schnelle Internet: „Gerade in Zeiten von Corona, wo öfter von zu Hause aus gearbeitet wird, ist ein gutes Internet essenziell.“ Und im Freibad müssten bis Ende Mai technische Reparaturen durchgeführt werden. Nach dem erfolgreichen ersten Jahr der Caritas als Pächterin des Sport-Stüberls wird die Pacht ab dem Frühjahr verlängert.

Abschluss des Hochwasserschutz-Projekts. Neben den Straßen- und Güterwegesanierungen in Mailberg wird der Hochwasserschutzring um die Gemeinde heuer mit zwei weiteren Hochwasserrückhaltebecken geschlossen. Die Gesamtkosten inklusive Förderung belaufen sich auf rund eine Million Euro. „Wir haben schon neun Hochwasserschutzbecken und mit den zwei weiteren ist dann das Projekt beendet“, erklärt SPÖ-Bürgermeister Herbert Goldinger. Die Errichtung von zwei Aussichtsplätzen im Rahmen der Weinstraße steht ebenfalls kurz vor der Fertigstellung.

Ein großes Wohnbauprojekt am neu angelegten Teich neben dem bestehenden Biotop geht indes in die Umsetzungsphase. „Wir haben einen Teil des Grundstücks am Teich an den Bauträger GEBÖS verkauft. Es sollen dort in zwei Etappen Wohnungen und Reihenhäuser mit insgesamt 40 Wohneinheiten entstehen. Elf Wohnungen und sechs Reihenhäuser sind für die erste Etappe geplant“, schildert Goldinger.

Demnächst werden die Pläne für den Genossenschaftswohnbau dem Gestaltungsbeirat im Land vorgelegt. Fällt die Bewertung positiv aus, steht dem Baubeginn nichts im Wege, sagt der Ortschef. Die Gemeinde hat die Kosten für die Teichanlage mit allen behördlichen Wasserrechten übernommen, „daher wird eine Hälfte des Teiches für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben“.

Neuer Freizeit-Treffpunkt. Das Lieblingsprojekt von Haugsdorfs ÖVP-Bürgermeister Andreas Sedlmayer ist die Schaffung eines neuen Ausflugsziels mit einem Aussichtsturm am Hutberg. „Wir sind gerade dabei, die nötigen Flächenwidmungen und das Gutachten des Naturschutzes einzuholen.“ Sedlmayer hofft, dass die Genehmigungen im Frühjahr vorliegen werden.

Im Vorfeld hat er bereits Studierende der Design-FH in St. Pölten für Projektvorschläge eingeladen. „Wir haben vier Vorschläge bekommen. Diese wird der Tourismusausschuss prüfen und dann im Gemeinderat vortragen.“ Die Höhe des Aussichtsturms soll mindestens 15 Meter betragen, die Kosten dafür sind mit rund 100.000 Euro budgetiert.

„Ich wünsche mir die Möglichkeit, eine Verkostung am Aussichtsturm anzubieten. Er soll für uns Einheimische ein Freizeittreffpunkt werden und auch für Touristen anziehend sein“, ergänzt Sedlmayer.

Die EU-Ausschreibung für die neue Kläranlage ist bereits erfolgt und es gibt zwei österreichische Anbieter, mit denen man demnächst in Verhandlung treten wird. Der Bürgermeister rechnet mit der Projekt-Vergabe im März oder April. Die Planungskosten belaufen sich auf 800.000 Euro.

Ein Jugendprojekt, das schon länger in der Pipeline ist, ist die Errichtung eines Bewegungs- und Geschicklichkeitsparks. „Dazu sind wir im Gespräch mit der Leitung der Mittelschule und der Volksschule, aber durch Covid verzögert sich die Umsetzung des Projektes“, bedauert Sedlmayer.