Für Inklusion: Retzer Windmühle wird in Violett erstrahlen

Die Kampagne "Purple Light Up" nutzen Organisationen, um den Ruf nach selbstbestimmter und gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderung ins Bewusstsein zu rücken. Auch im Retzer Land wird ein Statement gesetzt.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 12:50
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Von 2. bis 5. Dezember wird auch das Caritas-Wohnhaus in Retz abends in Violett getaucht sein.
Foto: Franz Enzmann

Vor 30 Jahren, 1981, wurde von den Vereinten Nationen das "Internationale Jahr der Behinderten" ausgerufen. Im Jahr 1993 wurde am 3. Dezember erstmals der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Organisationen nutzen diesen Aktionstag, die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Etwa ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung hat eine Behinderung oder chronische Erkrankung. Dass die Kluft zwischen dem geschriebenen Recht und der gelebten Realität trotzdem vielfach groß ist, nimmt die Caritas heuer zum Anlass, um in doppelter Weise darauf aufmerksam zu machen. Die globale Kampagne „Purple Light Up“ („Lila Aufleuchten“) setzt am Freitag rund um die Welt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit Behinderung. Symbolisch wird die Farbe „Purple“ (Lila/Violett) in unterschiedlichen Aktionen verwendet.

An vier Tagen wird beleuchtet

Miit Betrieben im Retzer Land soll auf die Inklusion von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht werden. Mit Unterstützung von Martin Kerschbaum und Helmut Bergmann (Windmühlheuriger) werden Retzer Wahrzeichen violett beleuchtet. So auch die Retzer Windmühle sowie das Caritas-Wohnhaus in der Fladnitzerstraße („Turmhof“).

Die Beleuchtungen wird von 2. bis 5. Dezember jeweils ab 18 Uhr erstrahlen. Die Initiatoren wollen unter anderem darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit Behinderung am ersten Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind und öffentliche Nachrichten nur selten auch in leichter Sprache formuliert werden.

Hintergrund:

In einer Konferenz der Caritas-Region Weinviertel wurden aktuell zu den Rechten von Menschen mit Behinderung beispielhaft Statements für diesen Tag formuliert:

  • Menschen mit Behinderung sollen am ersten Arbeitsmarkt in gleicher Weise teilhaben können.
  • Öffentliche Nachrichten sollen auch in leichter Sprache formuliert werden.
  • Menschen mit Behinderung sollen in öffentlichen Gremien vertreten und wählbar sein.
  • Medizinische Entscheidungen sollen nicht für, sondern mit Menschen mit Behinderung besprochen und entschieden werden.
  • Menschen mit Behinderung sollen ein Recht auf Sozialversicherung und Pension haben.

„Wir sehen es als gemeinsame Verantwortung, darauf zu achten und diese auch zu übernehmen“, sagt Verena Karasek, Qualitätsmanagerin für die Behinderteneinrichtungen der Region Weinviertel.