Neuwahl nach Germann-Rücktritt: Vyhnalek nun Stadträtin. Nach „Unterhosen-Affäre“: Edmund Kodatsch ist nun Gemeinderat, Beatrix Vyhnalek im Stadtrat.

Von Franz Enzmann und Sandra Donnerbauer. Erstellt am 13. November 2019 (05:02)
Wollen ihre bisher gute Zusammenarbeit jetzt wieder weiter fortsetzen (v.l.): Alfred Kliegl, Edmund Kodatsch, Helmut Koch, Beatrix Vyhnalek und Stefan Lang.
Franz Enzmann

Nach dem Rücktritt von Elisabeth Germann (SPÖ) stand bei einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung am Montagabend eine Neuwahl auf der Tagesordnung.

Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion nominierte dafür die bisherige Gemeinderätin Beatrix Vyhnalek. Bei der geheimen Wahl mit Stimmzetteln wurde diese schließlich von den 23 anwesenden Gemeinderatsmitgliedern mit 18 Stimmen in den Stadtrat gewählt. Vier Stimmen waren ungültig, eine Stimme erhielt der neue SPÖ-Gemeinderat Edmund Kodatsch.

Dieser war zuvor bereits von ÖVP-Bürgermeister Helmut Koch als neuer Gemeinderat der Sozialdemokraten angelobt worden. Kodatsch ist seit 2015 als Ortsvorsteher in Kleinriedenthal tätig und arbeitet bei der Stadtgemeinde Schrattenthal.

Sowohl ÖVP als auch SPÖ seien nach den Turbulenzen der vergangenen Monate erfreut über diesen Neustart. „Jetzt ist die leidige Geschichte rund um die ehemalige Stadträtin Elisabeth Germann beendet und der guten Zusammenarbeit steht nichts mehr im Wege“, kommentierte Stadtrat Stefan Lang, der als Vorsitzender der ÖVP-Fraktion nach dem Gerichtsurteil in der „Unterhosen-Causa“ (wir hatten berichtet, siehe hier und unten) den Rücktritt von Germann gefordert hatte.

Auch der rote Vizebürgermeister Alfred Kliegl ist froh, „dass wieder Ruhe in die Gemeindestube eingekehrt ist“. Er freue sich, dass sich die SPÖ Retz neu aufgestellt ist; mit Beatrix Vyhnalek sei eine sehr engagierte Person am Werk. Die in der Vergangenheit sehr gute Arbeit zwischen SPÖ und ÖVP in Retz könne nun fortgesetzt werden.