Glasfaser jetzt durchsetzen statt „später jammern“. Viele Bürger freuen sich über die Chance für die Region. Nun will man gemeinsam weiter überzeugen.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 06. März 2019 (04:14)
Enzmann
Auch beim Pulkauer Fasching drehte sich alles um die Glasfaser. Eine Narrengruppe rührte für das Glasfaserland die Werbetrommel.

Die Bürgermeister sehen in dem Ausbau des Glasfasernetzes im Retzer Land schon länger mehr als bloß ein schnelles Internet für alle Haushalte. Nun scheint sich dieser Gedanke auch in der Bevölkerung zu verbreiten.

„Es ist eine große Chance für unsere Region und für die Zukunft unserer Kinder. Lasst uns nicht wieder später darüber jammern, dass Retz diese Gelegenheit verpasst hat, als sie da war“, meldet sich bei der Info-Veranstaltung ein Bürger zu Wort. Und erntet Applaus im vollen Saal.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in den anderen Gemeinden. Alle Veranstaltungen waren gut besucht, die Bürger sehr interessiert. „Ich war etwas überrascht, dass überwiegend ein älteres Publikum gekommen ist“, schildert Retzbachs Bürgermeister Manfred Nigl. Doch für viele Junge sei sowieso klar, den Glasfaseranschluss zu verlegen, fand er dann auf Nachfrage heraus.

Erste Bestellformulare seien zwar prompt auf den Gemeinden und bei der ausführenden Glasfaserinfrastruktur GmbH (Gibag) eingelangt. Der überwiegende Teil hätte sich die Anträge jedoch mit nach Hause genommen, konkrete Zahlen will man daher noch nicht nennen.

„Wir werden noch von Haus zu Haus gehen“

Tatsächlich die nötigen 65 Prozent aller Haushalte im Retzer Land, nämlich genau 4.225, zu überzeugen, bedeutet in den nächsten Wochen noch ein großes Stück Arbeit.

„Wir sind gerade dabei, Freiwillige als Breitbandbeauftragte einzuschulen. Diese werden dann von Haus zu Haus gehen, informieren und letzte Zweifel aus der Welt schaffen“, berichtet Pulkaus Bürgermeister Manfred Marihart von der intensiven Überzeugungsarbeit, die man noch leisten möchte.

Der Projektverantwortliche Martin Wurst wird auch noch zusätzlich durch die Gemeinden touren und an Sprechtagen für alle Fragen zur Verfügung stehen (siehe Termine links).

Retz-Bürgermeister Helmut Koch appelliert ebenfalls an die Bürger: „So günstig bekommen wir es nie wieder. Das ist eine einmalige Gelegenheit für unsere Region.“ Jeder solle mithelfen, sich informieren und auch Bekannte überzeugen.