Sitzendorf an der Schmida

Erstellt am 20. Januar 2019, 07:15

von Franz Enzmann

Sparverein blieb von Schließungen verschont. Der kleine Ort Roseldorf musste Abwanderung von Nahversorgung hinnehmen.

Die Funktionäre (v.l.) Roman Stagel, Christoph Edlinger, Obmann Herbert Schwarz und Gerald Keck sind weiter aktiv.  |  Franz Enzmann

In den vergangenen zwei Jahren hatte der kleine Weinbauort einige Verluste zu beklagen. Das Kaufhaus Kurz schloss für immer seine Pforten. Die Arztordination wurde ebenfalls dichtgemacht und im April 2018 hatte die Raiffeisenfiliale ihre Schuldigkeit getan. Die Bankgeschäfte werden seitdem in Sitzendorf abgewickelt. Und zum Drüberstreuen stand der jahrzehntelange Wirtshaussparverein „Edelweiß“ mit heurigem Jahreswechsel vor dem Aus.

Doch die Raika Retz-Pulkautal erbarmte sich und übernahm die Betreuung der treuen Sparer. Die Sparvereinsfunktionäre und die rund 100 Mitgliedern im Gasthaus Pfannhauser waren erleichtert.

„Wir haben im Betreuungsgebiet der Hollabrunner Raika mit allen vorhandenen Sparvereinen wegen der hohen regulatorischen Auflagen keine Geschäftsverbindungen mehr“, erläutert Raika-Direktor Gerhard Dungl die Vorgangsweise der Bank. Die Lösung mit dem modernisierten Standort Sitzendorf funktioniere bestens. Eine zeitgemäße Betreuung war in der Roseldorfer Zweigstelle räumlich und personell nicht möglich“.

Das aufgelassene Geschäftsgebäude in Roseldorf wird übrigens zum Kauf angeboten. Bis dato fand sich noch kein Abnehmer.