Erstellt am 29. Mai 2018, 13:37

von NÖN Redaktion

Wenn ätzende Säure für Gefahr sorgt. Experten aus der Region und dem Nachbarbezirk probten im Schmidatal den Ernstfall.

Großwetzdorf war Schauplatz einer Schadstoffübung für die Schadstoffgruppen des Bezirks Hollabrunn, wobei nicht zuletzt die nachbarschaftliche Kooperation im Fokus stand.

Es wurde ein täuschend echtes Szenario nachgestellt: Bei der Handhabung mit Behältern im Innenbereich eines landwirtschaftlichen Gebäudes kam es zu einer Beschädigung, die zum Austritt einer ätzenden Flüssigkeit führte. Die Folge war eine chemische Reaktion mit Rauchentwicklung, sodass die Schadstoffeinsatzgruppe des Abschnittsfeuerwehrkommandos Ravelsbach alarmiert wurde – bestehend aus den Feuerwehren Großwetzdorf, Glaubendorf und Thern.

Beim Eintreffen am Übungsgelände ordnete Einsatzleiter Anton Falb die notwendigen Absperrmaßnahmen und die Lageerkundung an. Die FF-Kräfte stellten fest, dass es sich um gefährliche „Chlorwasserstoffsäure“ handelte. Weitere Schadstoffeinsatzgruppen des Bezirks rückten an, um die örtlichen Einsatzkräfte zu unterstützen.

Mit spezieller Schutzausrüstung wurden erste Maßnahmen getroffen, um größeren Schaden zu verhindern. Die restlichen Arbeiten zur gezielten Beseitigung des Gefahrenstoffes wurde durch die Schadstoffeinsatzgruppe des Bezirks Horn vorgenommen.

Übungsziel war das strukturierte Arbeiten der Schadstoffeinsatzgruppen des Bezirks Hollabrunn und die Stärkung der bezirksübergreifenden Zusammenarbeit. Übungsleiter und Bezirkssachbearbeiter Martin Kirschner bedankte sich bei seinem Team für die rege Teilnahme sowie für die gute Zusammenarbeit bei den mehr als 50 anwesenden Feuerwehrmitgliedern, die einmal mehr für den Ernstfall übten.