Sechs Feuerwehren löschten Wohnhausbrand im Schmidatal. In der Nähe eines Kachelofens entstand in einem Einfamilienhaus in Goggendorf, Gemeinde Sitzendorf an der Schmida, aus noch ungeklärter Ursache ein Deckenbrand.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 04. Dezember 2020 (08:45)

Am späteren Nachmittag, gegen 16.45 Uhr, rückten die Feuerwehren Goggendorf, Sitzendorf, Braunsdorf, Roseldorf und Niederschleinz ebenso zum Einsatzort aus wie das Rote Kreuz Ziersdorf, der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes und die Ziersdorfer Polizei. „Die ersten Minuten waren in diesem Fall entscheidend“, berichtet Goggendorfs FF-Kommandant Markus Brudl, der sich als erster ein Bild von der Lage machte. Er ist sicher: „Hätten wir alle nicht so schnell gehandelt, hätte sich der Brand weiterentwickelt und auch das Obergeschoss wäre betroffen gewesen.“ Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sei vorbildlich und professionell gewesen. 

Starker Rauch und Flammen an der Decke schossen den FF-Kräften entgegen, die einen Innenangriff starteten, während der Hausbesitzer dem Führungsteam die Räumlichkeiten erklärte. „Unsere Aufgabe war es, den Atemschutztrupp bereitzustellen und zum Einsatz zu bringen. Besonders am Anfang war die Anspannung sehr groß, auch bei mir“, schildert Gruppenkommandant Florian Hinteregger von der FF Sitzendorf. Es habe alle ganz schnell gehen müssen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Bei dichtem, schwarzem Rauch drang der Atemschutztrupp zum eingeheizten Kachelofen vor. Durch den Löschvorgang entstand viel Wasserdampf, der den Männern die Sicht komplett verwehrte. Währenddessen bereitete sich der zweite Atemschutztrupp der FF Goggendorf vor, in den Innenangriff zu gehen. Ein Belüftungsgeräte drückte den Rauch über eine Fensteröffnung aus dem Gebäude. So konnten die Flammen schließlich rasch abgelöscht werden, um mit der im Unterabschnitt angekauften Wärmebildkamera in der Folge die Glutnester zu finden.

Die nach und nach eintreffenden FF-Mitglieder stellten weitere Atemschutztrupps, welche mehrmals zum Einsatz kamen. Die Decke musste geöffnet werden, um alle Glutnester finden zu können. „Eine schwierige körperliche Arbeit“, berichtet Brudl.

Tolle Hilfe am Rande: Nachbarn versorgten die FF-Kameraden in der Halle des Nachbarn. Das Atemluftfahrzeug des Feuerwehrabschnitts Hollabrunn füllte die leeren Atemschutzflaschen direkt vor Ort. Stationiert ist dieses Fahrzeug übrigens bei der Feuerwehr Wullersdorf.

Um 18.30 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Die Brandwachewurde wurde durch die Feuerwehr Goggendorf gestellt.

Verletzt wurde niemand. Insgesamt standen sechs Feuerwehren mit 65 Mann im Einsatz.
Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache umgehend auf.