Hohenwarth-Mühlbach a.M. , Maissau , Ravelsbach

Erstellt am 17. Januar 2019, 05:57

von Günter Rapp

Grübeln über Schulfrage: Karten neu gemischt. Bürgermeister erwägen nun doch wieder eine zentrale Mittelschule.

Bürgermeister und Schulausschuss-Chef: Walter Schmid.  |  NÖN

Hinter der seit Jahren geplanten und noch vor mehreren Wochen als fix angesehenen Sanierung der Neuen Mittelschule Ravelsbach steht jetzt doch wieder ein großes Fragezeichen.

In dieser Woche dürfte es spannend werden, da Gespräche über eine „Neue Mittelschule Schmidatal“ mit allen betroffenen Bürgermeistern und den zuständigen Vertretern des Landes NÖ auf der Agenda stehen. „Eine Nachdenkphase ist angesagt“, sagt Ravelsbachs VP-Bürgermeister Walter Schmid.

Immerhin sind die Vorgaben so, dass 160 Schüler für eine achtklassige Neue NÖ Mittelschule erforderlich wären. Tatsächlich besuchen derzeit 72 Mädchen und Burschen die Ravelsbacher Schule. „Bis vor Kurzem hatten wir über 90 Schüler“, schildert Schmid bedauernd.

„Ravelsbach wäre zweifellos auch für ein neues Schulhaus ein guter Standort.“Walter Schmid, Bürgermeister in Ravelsbach und Obmann des Schulausschusses.

Wie die Hollabrunner NÖN ausführlich berichtete, gibt es in der Stadtgemeinde Maissau massiven Widerstand gegen die rund sieben Millionen teure Sanierung samt Neubau eines Turnsaals. Vor allem deshalb, weil kaum mehr Kinder und Jugendliche aus dieser Gemeinde die Schule besuchen. „Die meisten Schüler besuchen die Sporthauptschule in Gars“, weiß Maissaus VP-Bürgermeister Josef Klepp.

Dennoch gab es im Schulausschuss vor mehreren Wochen einen Mehrheitsbeschluss der Ravelsbacher und Hohenwarth-Mühlbacher Vertreter. „Uns wurde immer gesagt, dass sich am Aufteilungsschlüssel nichts ändern kann“, erklärt der Maissauer Schulvertreter, Gemeinderat Anton Hofstetter. „Wir haben uns jetzt bei den zuständigen Stellen des Landes genau informiert. Demnach wird sehr wohl nach Schülerzahlen aufgeteilt.“

Aufteilungsschlüssel darf sich nicht ändern

Hofstetter ist klar, dass die neue Entwicklung im Zusammenhang mit der seit vielen Jahren geplanten Schulhaussanierung in der Nachbargemeinde Ravelsbach für viel Unmut sorgt. „Aber das gehört jetzt anständig ausdiskutiert“, betont der Maissauer ÖVP-Mandatar.

Die Marktgemeinde Hohenwarth-Mühlbach hat zwar die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen an der Ravelsbacher Schule grundsätzlich beschlossen, aber auch festgehalten, dass sich der Aufteilungsschlüssel im Schulsprengel nicht ändern dürfe. VP-Bürgermeister Martin Gudenus: „Wenn saniert wird, dann nur nach dem bestehenden Aufteilungsschlüssel.“

Förderungen sollen neu berechnet werden

Zudem müssen jetzt aufgrund der zu erwartenden künftigen Schülerzahlen für die NMS Ravelsbach wahrscheinlich auch die Förderungen neu berechnet werden. Schulausschuss-Obmann Walter Schmid sieht in der neuen Nachdenkphase die Chance, in Ravelsbach vielleicht doch eine neue und zentrale Schule zu errichten. „Ravelsbach wäre zweifellos auch für ein neues Schulhaus ein guter Standort.“

Trotz neuer bzw. sanierter Schulhäuser in Ziersdorf und Sitzendorf soll in nächster Zeit nun offen über eine Sanierung des Ravelsbacher Schulhauses oder eben über einen zentralen Schulneubau im Schmidatal diskutiert werden.