Kundin für tot erklärt. „Schockiert und verblüfft“ war eine Schmidatalerin über ein Kondolenzschreiben zu ihrer Person.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 15. September 2021 (05:49)
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Kein Anschluss unter dieser Nummer. Der Grund, warum eine Schmidatalerin plötzlich nicht mehr erreichbar war, war einigermaßen kurios. :
Shutterstock.com/Mehaniq

Plötzlich konnte Rosalinde Haidl nicht mehr mit ihrem Handy telefonieren, es funktionierte einfach nicht. An gelegentliche Aussetzer, wie zum Beispiel Funklöcher oder witterungsbedingte Verbindungsprobleme, gewöhnt, war sie am ersten Tag nicht beunruhigt. Doch als das Mobiltelefon am nächsten Tag noch immer nicht funktionierte, rief sie vom Festnetz beim Mobilfunkanbieter A1 an – und erlebte ihr blaues Wunder.

Denn dort erfuhr sie, dass sie verstorben wäre. Verwundert erkundigte sich Haidl nach den genaueren Daten. Bei den über eineinhalbstündigen Telefonaten mit mehreren sehr freundlichen Personen sei ihr versichert worden, dass der Fehler so schnell wie möglich behoben werde. Tatsächlich konnte die Schmidatalerin nach ein paar Tagen wieder telefonieren – und dachte, dieses Problem hinter sich gebracht zu haben.

Namensgleichheit mit wahrem Todesfall

Doch nach fünf Tagen kam Post von A1. Dort wurde ihren Angehörigen zu ihrem Ableben kondoliert. Wieder rief sie beim Mobilfunker an, nun wurde ihr von einem Mitarbeiter zu ihrem Ableben kondoliert. „Ich war schon etwas schockiert und verblüfft, vor allem dachte ich, mit dem ersten Telefonat wäre das Problem gelöst“, erzählt Haidl. Ärgerlich sei dann das Eintreffen des Kondolenzschreibens gewesen.

Die NÖN fragte A1-Sprecher Jochen Ohnewas-Schützenauer: „Wir haben das nun sehr schnell geklärt: Wir hatten tatsächlich eine Namensgleichheit mit einem Todesfall. Name und Geschlecht waren ident, die Verstorbene hatte aber keinen Anschluss bei uns. Dies ist durch einen leider nicht korrekt durchgeführten Vergleich der Geburtsdaten nicht aufgefallen, dadurch hat das Problem seinen Lauf genommen“, schildert er und führt weiter aus: „Wir haben nun, als Entschuldigung und Entschädigung für den entstandenen Aufwand, rund 60 Euro gutgeschrieben und uns bei der Kundin entschuldigt.“