Hollabrunner Bezirks-SPÖ sorgt sich um Sicherheit. Friedrich Dechant und Stefan Hinterberger hoffen auf Umdenken im Innenministerium.

Von Sandra Frank. Erstellt am 01. Februar 2019 (08:56)
SPÖ
Sind nicht glücklich über die Sparpläne des Innenministers: Stefan Hinterberger (l.) und Friedrich Dechant.

Friedrich Dechant, Hollabrunns SPÖ-Stadtparteiobmann, und Stefan Hinterberger, Vorsitzender der Göllersdorfer Roten, riefen im vergangenen Jahr die Veranstaltungsreihe „Sicher durch den Winter“ ins Leben. Die Polizisten Joachim Amon (Pernersdorf), Richard Wagner (Pulkau) und Herbert Poisinger (Göllersdorf) gaben Sicherheitstipps und sprachen darüber, wie Unfälle und Einbrüche vermieden werden können.

Jetzt bereiten die angekündigten Sparpläne des Innenministeriums den beiden Lokalpolitikern Sorge. „Geht es nach FPÖ-Innenminister Kickl, sollen unzählige Überstunden von Polizisten – vor allem am Wochenende – aus finanziellen Gründen gestrichen werden“, vernahm Dechant. 

Rote orten: Weniger Polizei und weniger Sicherheit

Im Klartext bedeute das für ihn: Weniger Polizei auf der Straße und weniger Sicherheit für die Bürger. „Ob sich diese Sparmaßnahmen auf unseren Bezirk auswirken, ist noch nicht bekannt“, räumt der Stadtparteiobmann ein, der in engem Kontakt mit den oben angeführten Polizisten sowie FSG-Personalvertreter Karl Eggenhofer steht.

Ideal wäre, wenn die Polizisten nur wenige Überstunden leisten müssten. „Aufgrund personeller Fehlplanungen unter der damaligen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner - etwa das versäumte Nachbesetzen von Stellen nach Pensionsantritten - herrscht jetzt eben mancherorts personeller Engpass“, weiß Hinterberger.

"Hoffen auf ein Umdenken im Innenministerium"

Ein Polizeigewerkschafter habe ihm berichtet, würden die Überstunden von heute auf morgen ersatzlos gestrichen, ohne vorher Personal aufzustocken: Auf Österreichs Straßen wären etwa 600 Polizisten weniger präsent. „Daher hoffen wir auf ein Umdenken im Innenministerium“, so Hinterberger, der die Personalsituation besorgniserregenden findet und sich ein ausgereiftes Sicherheitskonzept wünscht.

Wie andere Fraktionen im Bezirk die Sicherheitslage beurteilen, lest ihr in der nächsten Printausgabe eurer Hollabrunner NÖN!