SPÖ beharrt auf Samstag-Öffnung für Müll . Die Öffnungszeiten des Göllersdorfer Sammelzentrums seien nicht mehr zeitgemäß. SPÖ setzt sich für Erweiterung der Zeiten ein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. August 2020 (15:08)
Die Göllersdorfer SPÖ fordert, dass die Öffnungszeiten des örtlichen Sammelzentrums erweitert werden.
SPÖ Göllersdorf

Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag, das sind die Öffnungszeiten des Abfallsammelzentrums (ASZ) Göllersdorf. Die SPÖ fordert seit Jahren, dass das ASZ zumindest einmal im Monat auch am Samstag geöffnet wird. Derzeit kann - in den Sommermonaten - nur der Baum- und Strauchschnitt am Samstag abgeliefert werden.  

"Das ist im Jahr 2020 einfach nicht mehr zeitgemäß", meint SPÖ-Mandatarin Isabella Raberger.

Andere Gemeinden nutzen elektronische Zugangssysteme für ihre Sammelzentren. Zum Beispiel Göllersdorfs Nachbargemeinde Sierndorf. Hier sei das ASZ rund um die Uhr für die Bürger zugänglich. "Unsere Gemeindebürger müssen sich zum Teil sogar Urlaubstage nehmen, um den Müll wegzubringen", schüttelt Raberger den Kopf.

"Ordentliche Zulage" bei Samstag-Öffnung

Nur zweimal im Jahr ist das ASZ in Göllersdorf zusätzlich an einem Samstag geöffnet. Wie am 8. August. Für SPÖ-Chef Stefan Hinterberger ergibt das keinen Sinn: „Fast niemand notiert sich zu Jahresbeginn, dass das ASZ an einem Samstag im August von 12.30 bis 14.30 Uhr geöffnet hat. Hochsommer und Urlaubszeit tragen wohl das Ihre dazu bei, dass sich der Andrang in Grenzen halten wird.“  

Wichtig sei den Roten, dass zusätzliche Öffnungszeiten nicht zu Lasten des Personals gehen. Eine "ordentliche Zulage" oder ein "vielfacher Zeitausgleich" soll den Arbeitnehmern, die den Samstagsdienst übernehmen, zugestanden werden. 

Ist das nicht möglich, hat Hinterberger einen anderen Vorschlag: Alternativ könnte die wöchentliche Arbeitszeit für alle Mitarbeiter des Verbandes bei vollem Lohn reduziert und zusätzliches Personal angestellt werden, dafür werde dann aber auch ab und zu an einem Samstag Dienst verrichtet. „Wenn man will, findet man für alles eine Lösung. Hier kann es kaum um die Kosten gehen, denn diese standen bei der Errichtung des neuen Verbandszentrums auch nicht im Vordergrund“, meint Hinterberger.


Örtliche Sammelzentren dürfen nicht ausgedünnt werden

Die fünf Sammelzentren, die sich im Eigentum des Abfallverbandes befinden, hätten zumindest an fünf Samstagen im Jahr offen. Diese Sammelzentren können von allen Bürgern im Bezirk genutzt werden, auch von den Göllersdorfern. "In Zeiten des Klimawandels kann es nicht sein, dass wir den Müll kilometerweit durch den Bezirk karren sollen", ist Raberger mit dieser Lösung nicht ganz zufrieden.

Hinterberger fürchtet indes, dass man langfristig nur noch mit den Verbandszentren im Bezirk plant und die anderen ausgedünnt werden. Verhindern könnten diesen Umstand, meint der Göllersdorfer SPÖ-Chef, die Bürgermeister im Bezirk; diese müssten dem Abfallverband die Wichtigkeit der örtlichen ASZ in aller Deutlichkeit darlegen.