Retzer Bike-Park ist in Planung. Die Projekte wurden fixiert, jetzt geht es an die Umsetzung. Ein Bike-Park im Wald wird geschaffen.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 21. Juni 2019 (06:28)
Donnerbauer
Die Gestaltung des Retzer Hauptplatzes ist in dieser Stadterneuerungsperiode erneut ein Thema. Mehr Schatten sowie Sitzgelegenheiten, die gleichzeitig den Kindern zum Spielen dienen könnten, sind hier erste Ideen der Projektgruppe. Foto: Donnerbauer

Das Konzept steht. Bereits in der vergangenen Gemeinderatssitzung wurden die Pläne der aktuellen Stadterneuerungsperiode in Retz einstimmig beschlossen. In der Beiratssitzung vergangene Woche diskutierten Bürger, Politik und Mitarbeiter der Stadtverwaltung den aktuellen Stand und die nächsten Schritte. Die großen vier Projekte sind:

Schaffung eines Bike-Parks. Diese Idee findet gleich in mehreren Lagern Anhänger. Für die Radfahrer der Region, die die Herausforderung suchen, aber auch aus der Sicht des Tourismus wäre ein Bike-Park durch den Wald ein interessantes Zusatzangebot und wurde bei der Ideenfindung mehrfach genannt. Johannes Rücker bringt sich als Jäger aktiv in dieses Projekt ein: „Wenn wir einen Teil des Waldes gezielt dafür zur Verfügung stellen, werden hoffentlich nicht mehr illegal alle Wälder befahren“, denkt der Retzer. Denn Radfahren ist grundsätzlich im Wald immer an die Zustimmung des Grundeigentümers gebunden.

Gemeinsam mit Hobby-Biker und Gemeindemitarbeiter Daniel Wöhrer hat er bereits eine rund 600 Meter lange Strecke im Auge. Diese verläuft überwiegend durch einen Gemeindewald, der durch den Borkenkäferbefall zuletzt stark aufgeforstet wurde. Die Strecke würde vom Soldatenfriedhof bei der Windmühle bis zum Fladnitzerweg führen. Eine daran anschließende Mountainbike-Route in Zusammenarbeit mit den benachbarten Gemeinden könne man sich als touristisches Angebot ebenfalls gut vorstellen.

Belebung des Hauptplatzes. Nach zahlreichen Gesprächen und Vorschlägen von Bürgern möchte die Arbeitsgruppe nun großflächige Sitzgelegenheiten am Hauptplatz installieren, die gleichzeitig Platz zum Spielen für Kinder bieten. Auch Bäume als Schattenspender auf dem sehr heißen Platz sowie eine Wasserrinne zum Kühlen der Füße will man schaffen. Allerdings soll alles mobil sein, um es etwa für das Weinlesefest leicht entfernen zu können.

Mehr Grün in der Stadt. Dieser Arbeitsgruppe hatte sich zuletzt Günther Hofer angenommen. Nach seinem Rücktritt als Stadtrat war man noch nicht sicher, ob er diese Gruppe weiter leiten wird bzw. wer ihm nachfolgt. Über die konkreten Pläne wird daher erst in der Beiratssitzung im Herbst berichtet.

Baumpflanzungen. Dieses Projekt kann jederzeit starten. Wie Stadtrat Martin Pichelhofer berichtete, haben sich nach der Präsentation im vergangenen Herbst bereits zahlreiche Paten gemeldet, die Bäume bezahlen wollen. Die Pflanzung wird von der Gemeinde erledigt. Fix ist, dass die fehlenden Bäume im Stadtpark neben der Wallstraße ersetzt werden. Weitere Standorte können die Paten anhand einer Liste selbst wählen. Jetzt muss man nur noch entscheiden, welche Baumart bei den aktuellen klimatischen Bedingungen am geeignetsten ist.

Zusätzlich wird geprüft, ob die bereits in Planung befindliche Renovierung der Windmühlgasse und die landschaftliche Gestaltung des Obernalber Spitzes in die Stadterneuerung aufgenommen und gefördert werden können. Bei beiden Projekten wurden die Bürger jedenfalls nach ihren Wünschen gefragt, die man berücksichtigen will.
Wer sich in eine der Arbeitsgruppen noch einbringen möchte, ist jederzeit willkommen. Die jeweiligen Ansprechpersonen und bisherigen Ideen werden stets aktuell auf der Website der Stadtgemeinde veröffentlicht.