Raschala

Erstellt am 09. März 2018, 05:18

von Sandra Frank

Zahradnik in Millionenshow und in der Selbstständigkeit. Celine Zahradnik wagte Schritt in Selbstständigkeit und in Millionenshow.

Wenn Celine Zahradnik zum Bleistift greift, um einen neuen Entwurf für ihre T-Shirts zu zeichnen, wird sie von der serbischen Straßenkatze Pixie, die in Raschala ein neues Zuhause fand, genau beobachtet.  |  Max Hödl

Es waren aufregende Wochen für Celine Zahradnik: An den letzten beiden Montagen war die Produktentwicklerin bei Armin Assinger in der Millionenshow zu sehen, am Freitag stand sie auf der Bühne des AMS Hollabrunn – diskutierend und musizierend – und außerdem ging ihr Shop online.

Im Studium hat Celine Zahradnik gelernt, botanische Zeichnungenanzufertigen. Jetzt bedruckt sie T-Shirts damit.  |  Max Hödl

„Ich hab’ ein bisschen dafür gelernt“, erzählt die 33-Jährige über ihren Auftritt in der Millionenshow. Sie habe sich immer wieder ins Blaue hinein beworben und saß schließlich im Studio. Etwas enttäuscht sei sie da rüber, dass sie mit 5.000 Euro nach Hause gehen musste.

Zahradnik ging mit 5.000 Euro nach Hause

Die Frage nach einer slowakischen Spezialität, dem Liptauer, kostete sie den Einzug in die nächste Runde. „Ich brauchte das Geld, um mein Auto reparieren zu lassen. Da zockst du nicht, da nimmst du die 5.000 Euro.“ Wie ihre Beziehung zu dem Brotaufstrich seither ist? „Ich mochte vorher schon keinen Liptauer, das hat sich dadurch nicht verbessert“, schmunzelt die Raschalaerin.

Als die Millionenshow ausgestrahlt wurde, ging Zahradniks Shop (www.niceorvice.com) online. Mit ihrer Marke „Nice or Vice“ vertreibt sie T-Shirts mit botanischen Motiven, die die Doktorin der Biologie selbst zeichnet. „Ich hab’ das auf der Uni gelernt. Es taugt mir einfach, ich mag Pflanzen.“ Doch die Zeichnungen, für die die Produktentwicklerin etwa eine Woche braucht, verschwanden immer in der Lade. So entstand die Idee, T-Shirts zu bedrucken.

„Man sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen, die perfekte Natur sehen und wertschätzen, was sie uns geben kann. Es sollte nicht alles so selbstverständlich sein“, will die Botanikerin mit ihren T-Shirts – und später anderen Textilien – Bewusstsein schaffen.