Wer siegt am 14.2.: Rapid oder Romantik?. Just am 14. Februar spielt Rapid im Europacup. Wie Pärchen das Dilemma zwischen Match und Kuscheln auflösen.

Von Sandra Frank, Sylvia Stark und Christian Pfeiffer. Erstellt am 13. Februar 2019 (04:09)
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Alexandra Schnattinger und Manuel Popp haben kein Problem damit, Fußball und Valentinstag unter einen Hut zu bringen.

Der Valentinstag ist der Tag der Liebenden, den Paare miteinander verbringen sollen. An diesem 14. Februar spielt Rapid Wien im Weststadion gegen Inter Mailand. Ein Pflichttermin für Fans. Die NÖN fragte im Bezirk nach, wer im Zweifel siegt: Der Fußball oder die Romantik?

Alexander Eckhardt, Fraktionssprecher der Hollabrunner SPÖ, ist eingefleischter Rapid-Fan. „Meine Frau weiß, dass mir dieses Spiel sehr wichtig ist, und hat mir frühzeitig zum Valentinstag eine Karte für das Match geschenkt.“ So hat Elke Eckhardt ihrem Mann die Entscheidung leicht gemacht. „Sie bekommt ebenso ein Geschenk, das sie zum Staunen bringen wird“, verspricht der Breitenwaidinger. Was das sein wird, bleibt aber bis zum Valentinstag sein Geheimnis.

 „Wir werden es vor dem Fernseher verfolgen, aber ganz normal und nicht romantischer als sonst.“ Sonja Hajny ist Fan von Rapid Wien, aber nicht vom Valentinstag. 

Ähnlich verhält es sich in Oberstinkenbrunn bei den Hajnys: „In unserem Haushalt leben drei Personen und damit drei Rapidfans“, berichtet Sonja Hajny. Dass das nächste Match ihres Vereins auf den Valentinstag fällt, ist für die Familie kein Problem. „Das ist bei uns ein Tag, wie jeder andere.“ Im Stadion werden die drei das Spiel dieses mal nicht sehen, weil am nächsten Tag Schule ist. „Wir werden es vor dem Fernseher verfolgen, aber ganz normal und nicht romantischer als sonst“, meint Hajny.

Der Hollabrunn Rainer Rockenbauer wird den 14. Februar im Stadion verbringen: „Für meine Freundin und mich ist der Valentinstag von keiner Bedeutung.“ Deswegen musste er auch keine Rücksicht auf diesen Tag nehmen, als ihm ein Freund Tickets für das Rapid-Spiel gegen Inter Mailand besorgen konnte. „In der Arbeit haben wir nur gescherzt, dass wir jetzt ein Valentins-Date im Fußballstadion haben“, schmunzelt Rockenbauer.

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Elke Eckhardt nahm ihrem Mann Alexander die Entscheidung ab, ob Valentinstag oder Rapid-Match: Er bekam von ihr vorzeitig zum Valentinstag eine Karte geschenkt.

„Dass das Spiel auf den Valentinstag fällt, ist bitter. Aber wir werden ihn nachträglich feiern“, sagt der Glaubendorfer Christoph Wandl. Er hat vor zwei Jahren einen eigenen Rapidfan-Verein gegründet und kann bei dem Spiel gegen Inter Mailand natürlich nicht fehlen. „Meine Freundin interessiert das Match nicht.“

Bei Alexandra Schnattinger und Manuel Popp heißt es nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. „Manuel hat sich extra für den Valentinstag freigenommen“, erzählt Schnattinger. So können die beiden den Tag miteinander verbringen. „Bei uns gibt es keine Geschenke, sondern immer gutes Essen zu solchen Anlässen.“

Den Abend verbringen die beiden getrennt. Er im Stadion, sie im Dienst im Café Jordan. Aber das ist kein Problem. „Ich wäre auch ins Stadion mitgegangen“, sagt die Kellnerin, die gerade erst eine Verkühlung überstanden hat. Im Übrigen versteht sie meckernde Frauen nicht: „Ich habe mir einen Fußballer genommen und weiß, wie wichtig ihm der Sport ist.“

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