Von Glasätzer bis Flugzeugfallen: Offene Ateliers in 34 Orten

Kunstinteressierte wissen, welches Großereignis im Oktober auf dem Kalender steht: Tage der Offenen Ateliers. Mit „1.000 Künstler, 100.000 Kunstwerke“, wirbt die Kulturvernetzung für die heurige Ausgabe am 16. und 17. Oktober.

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 11:48

In insgesamt 34 Gemeinden und Ortschaften lassen sich die verschiedensten Seiten der Kunst entdecken. Von bodenständigem Kunsthandwerk über zarte Aquarell-Arbeiten bis zu konzeptioneller Kunst lässt sich an diesen zwei Tagen die große Bandbreite bildender Kunst erleben.

Etwas Einzigartiges erwartet die Besucher in Großnondorf. Dort können sie Werner Goll als einem der letzten seiner Zunft beim Glasätzen zuschauen. Natürlich sind auch die Galerien des Bezirks in Hardegg, Untergrub und Hollabrunn als Fixstarter dabei. Für viele Künstler, die schon seit vielen Jahren ihre Pforten für Interessierte öffnen, ist das Wochenende wie ein großes Familienfest, bei dem man gute, alte Bekannte endlich mal wieder sieht.

"AIR InSILo" am Mitterweg in Hollabrunn

In Hollabrunn möchte ein Neueinsteiger – zumindest was die Tage der Offenen Ateliers betrifft – auf sich aufmerksam machen. Das Artist-in-Residence-Programm "AIR InSILo" ist eine unabhängige Initiative, organisiert von den Künstlern und Kuratoren Ksenia Yurkova und Martin Breindl und hat am Mitterweg 30 ein Quartier gefunden. „AIR InSILo bietet Raum und Zeit zum Denken und Forschen“, so Initiatoren.

Martin Breindl, präsentiert am 16. und 17.10. jeweils von 14 bis 18 Uhr sein Projekt „Flugzeugfallen“. Die gesamte Serie wird zum ersten Mal gezeigt, und zwar in der Scheune des Hauses, in dem der Künstler aufgewachsen ist. Ebenso zeigt der eingeladene Künstler und Schriftsteller Bernhard Kathan „Aller Unsinn hebt sich auf“, eine 2020 entstandene Klang- und Bildinstallation über Paul Daniel Schreber, der wegen seines Buches „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ als prominentester Fall in der Geschichte der Psychiatrie gilt.