Grüne warnen weiter vor Transithölle. Vor einer Umweltzerstörung in ungeahntem Ausmaß, starker Lärmbelästigung, Feinstaub und Abgasen warnt der Hollabrunner Grünen-Landtagsabgeordnete Georg Ecker erneut, nachdem ÖVP-Landesrat Ludwig Schleritzko mit der „Strategischen Prüfung“ den nächsten Schritt hin zu einer möglichen Waldviertelautobahn („Europaspange“) verkündet hat.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 12. Oktober 2019 (12:41)
zVg/Grüne
Georg Ecker kämpft weiter gegen die Waldviertelautobahn.

„Unsere Lebensqualität ist durch dieses Projekt in Gefahr“, ist Ecker überzeugt. Besonders in der Gemeinde Hollabrunn, durch die diese „Transitschneise“ verlaufen soll, aber auch im Schmidatal würden die Auswirkungen zu spüren sein.

Dass die Autobahn aus wirtschaftlicher Sicht notwendig sei, verneint der Grüne und verweist auf Harald Frey, Verkehrsexperte der TU Wien. Dieser meint, dass Autobahnen den ländlichen Raum massiv treffen. Schneller Verkehr führe zu Abfluss von Kaufkraft aus der Region. Darunter leide die lokale Wirtschaft, einzig Großkonzerne und Transitunternehmen würden profitieren. 

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Ein möglicher, ungefährer Verlauf der Autobahn, der nur schematisch zu verstehen sei, so Ecker. Der genaue Verlauf wird erst geprüft.

So sei im Lungau nach dem Bau der Tauernautobahn die regionale Wirtschaftsleistung um 9,4 Prozent eingebrochen. „Das würde auch Hollabrunn und Teilen des Waldviertels drohen“, mahnt Ecker.

Dass die Waldviertelautobahn ein Teil eines großen Transitnetzwerks von Fernost bis nach Nord- und Westeuropa wird, will er mit seinen grünen Mitstreitern bekämpfen. „Wir wollen nicht zur Transithölle werden. Die Verantwortlichen sollen nach Tirol fahren und dort fragen, wie es den Menschen jeden Tag mit tausenden Lkw vor der Haustüre geht.“

Und Ecker erwarte sich von der ÖVP Hollabrunn ein klares Statement gegen die „Transitschneise durch unsere Gemeinde“.