Retz

Erstellt am 13. Juni 2018, 03:46

von Karin Widhalm

Retzer NMS-Sanierung: Baustart im Juli. Die Schulgemeinde beauftragte Unternehmen mit der Generalsanierung, die 2019 abgeschlossen sein soll.

Der Vertrag ist besiegelt (v.l.): Geschäftsführer Reinhard Litschauer (Architekturbüro Friedreich), Bautechnik-Bereichsleiter Georg Maurerbaur (WRS), Architekt Christoph Österreicher, Prokurist Christian Grottenthaler (WRS), Schulobfrau Petra Schnötzinger, NMS-Direktor Ernst Raab, Schulobfrau-Stellvertreter Alois Binder, Geschäftsführer Gottfried Heneis (Energy Changes), Bürgermeister Helmut Koch und Zivilingenieur Harald Ballausch (Bauaufsicht). Foto: privat  |  privat

„WRS“ mit Sitz in Linz ist der Generalübernehmer der NMS-Sanierung: Die Schulgemeinde hat in der Vorwoche den Vertrag mit der Baufirma, die die Umsetzung koordiniert, unterzeichnet. Der Mitteltrakt soll mit Schulbeginn 2019/20 generalsaniert sein. Die ehemalige Hauptschule wurde von 1968 bis 1973 noch getrennt für Buben und Mädchen errichtet.

„Nach der Landesausstellungsentscheidung weiß ich, dass sich das Land NÖ nicht an einer größeren Halle beteiligen wird.“Alois Binder

5,63 Millionen Euro umfasst das Sanierungsprojekt: 27 Prozent fördert das Land NÖ, zehn Prozent der Bund (Ökoförderung) und 145.000 Euro steuert das EU-Förderungsprogramm „Elena“ für Gemeinden bei. Die Baustelle wird am 1. Juli eingerichtet. Die Bauarbeiten werden am 4. Juli beginnen.

Nach dem Unterricht sollen lärm- und staubintensive Tätigkeiten erledigt werden und Zulieferer eintreffen. Die Lehrer wandern in der Bauzeit in den Gymnastiksaal; genau in diesem Bereich werden sich zudem der Haupteingang und ein WC-Container befinden. Die Klassen sind in jenem Flügel, der nach der Rückübersiedlung abgerissen wird.

Standortwechsel für HAK und HLT

Fünf Räume werden in Vereinbarung mit dem Bund in der früheren Handelsschule, wo sich auch die Baukanzlei befinden wird, genutzt: Küche, EDV-Raum, zwei Klassen sowie ein Zimmer für den Schulwart. Die HAK-Klassen (2018/19 sind’s nur mehr zwei) übersiedeln indes in die HLT, die wiederum nach dem NMS-Bauprojekt auf den Rockenbauer-Platz umziehen wird. Geplant ist ein Zubau an die Handelsschule.

Die Bildungsstätten benötigen neue Turnsäle. „Möglicherweise eine Doppelhalle, aber das ist alles Zukunftsmusik“, betont Alois Binder, Obfrau-Stellvertreter der Schulgemeinde. „Nach der Landesausstellungsentscheidung weiß ich, dass sich das Land NÖ nicht an einer größeren Halle beteiligen wird“, führt er aus. „Jetzt ist auch die Stadt Retz gefordert.“

Sie müsse zum Entschluss kommen, ob sie für die Bevölkerung mehr wolle oder nicht, ob sie die Halle für Veranstaltungen nutzen wolle oder nicht. „Das kostet dann natürlich ums Dreifache mehr“, erläutert er. „Fix ist, wir brauchen neue Turnsäle.“ Die vorhandenen seien schlecht begründet und feucht. Bautechniker würden dem Haus nur mehr fünf Jahre geben. „In der Zeit muss etwas passieren.“