Test-Straße Nr. 10 macht auf. Damit gibt es schon in der Hälfte aller Gemeinden des Bezirks Horn Teststraßen. Andrang bei Premieren in Sigmundsherberg und Frauenhofen war groß.

Von Leo Nowak und Thomas Weikertschläger. Erstellt am 02. März 2021 (09:43)
In der neuen Teststraße in Sigmundsherberg ließ sich am 1. März auch Bürgermeister Franz Göd von Ärztin Susanne Vonstadl testen. Mit am Bild: Amtsleiter Stefan Kratzer, Vizebürgermeister Johannes Hofer und Gemeinderätin Natascha Mang (v. l.).
Nowak

Jetzt macht auch Irnfritz mit. Ab kommenden Donnerstag kann man sich in Irnfritz mittels Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen. Damit stehen im gesamten Bezirk Horn schon Teststraßen in zehn Gemeinden zur Verfügung. Getestet wird künftig am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr in der Mehrzweckhalle. Mit dem neuen Angebot in Irnfritz wird die letzte kleine „Teststraßen-Lücke“ im Westen des Bezirks Horn geschlossen.

Der Irnfritzer Bürgermeister Hermann Gruber.
Nowak

Service für Bürger und Betriebe. Als Serviceleistung sowohl für Bürger als auch Betriebe sieht Bürgermeister Hermann Gruber die neue Teststraße in Irnfritz. Es habe sehr viele Anfragen seitens Bürger, die bisher nach Horn oder in andere Teststraßen ausweichen mussten, gegeben. Aber auch den großen Betrieben der Gemeinden – etwa die Firma Stark oder die Fleischerei Ebner – könne man so die Möglichkeit geben, dass deren Mitarbeiter regelmäßig vor Ort testen gehen können.

Organisiert wird die Teststraße in Irnfritz von Amtsleiter Peter Straka. Für das medizinische Personal haben sich laut Gruber bereits sieben Diplomkrankenschwestern bzw. -pfleger gemeldet. Für die organisatorischen Helfer wolle man einen Pool aus 15 bis 20 Personen bilden, die abwechselnd bei den Teststraßen helfen. Laut Gruber soll dieser Pool aus Mitgliedern der Feuerwehr, Gemeinderäten und Gemeindebediensteten gebildet werden. Wichtig sei die neue Teststraße auch schon in Hinblick auf mögliche Öffnungsschritte in der Gastronomie.

Gabriele Kernstock, Bürgermeisterin von St. Bernhard-Frauenhofen.
Nowak

165 Testungen bei Premiere im EKZ. Gut angenommen wurde die neue Teststraße im EKZ in Frauenhofen am vergangenen Donnerstag. Insgesamt wurden 165 Testungen dabei durchgeführt, erzählt Bürgermeisterin Gabi Kernstock. Es sei auch ein „organisatorischer Test“ für die Gemeinde gewesen, den man bestanden habe. Es sei gerade für eine kleine Gemeinde nicht leicht, die Teststraßen personell zu besetzen. „Ich kann die wenigen Gemeindemitarbeiter, die wir haben, dort schwer einsetzen. Ich brauche sie einfach für die normale Gemeindearbeit. Die läuft ja normal weiter“, sagt Kernstock. Sie sei deshalb besonders dankbar, dass es genügend Freiwillige gebe, die bei der Teststraße mitanpacken.

„Das Feedback der Leute war sehr positiv, vor allem, weil es keine Wartezeiten gegeben hat“, erzählt sie. Und die neuen Teststraßen entlasten laut ihr auch die bisherigen und tragen so dazu bei, auch dort die Wartezeiten zu reduzieren.

Der Standort im EKZ bringe zudem viele Vorteile. Einerseits ergeben sich für die Mitarbeiter der Geschäfte im Einkaufszentrum gleich kurze Wege zu den Testungen, andererseits hätten viele sofort die Möglichkeit genutzt, den Besuch der Teststraße mit Einkäufen zu verbinden.

Sigmundsherberg: Pfarre stellt Räumlichkeiten zur Verfügung. Mit der Eröffnung einer Corona-Teststraße für Montag in Sigmundsherberg von 15 bis 19 Uhr im Pfarrhof und für Sonntag von 8 bis 13 Uhr in der Freizeithalle in Langau verdichtet sich das bestehende Netz wesentlich. Damit erhalten insbesondere die älteren Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich wohnortnah in der eigenen Gemeinde die notwendige Testbestätigung für Friseure, Fußpflegerinnen und „körpernahe Dienstleistungen“ zu beschaffen.

„Wir waren erfreut, als wir von den Bezirksverantwortlichen der Testung um die Teilnahme unserer Gemeinde gefragt wurden und hatten auch keine Schwierigkeit, dafür freiwillige Mitarbeiter aus dem ärztlichen oder Pflegebereich zu finden“, freut sich Bürgermeister Franz Göd, der für diesen Zweck für die nächsten fünf Wochen auch Bedienstete aus dem Gemeindeamt und Gemeinderäte ehrenamtlich einsetzen kann. Besonderen Dank richtete er am ersten Testtag am 1. März an die Pfarre, die die Räumlichkeiten für die Teststraße zur Verfügung stellt.