Sporthalle-Bau in Gars: Eine Firma ist insolvent

„Wir waren dem Bauzeitplan voraus“, hat sich Bürgermeister Falk schon gefreut. Jetzt muss eine neuerliche Ausschreibung erfolgen.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 08:49
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So sieht die Rückseite der Halle aus.
Foto: Architekturbüro Litschauer

„Eine Hiobsbotschaft, die uns vor wenigen Tagen erreicht hat“, kommentierte Bürgermeister Martin Falk die Nachricht, dass die Firma „Erste Österreichische Turn- und Sportgerätefabrik“ aus Müllendorf im Burgenland insolvent ist. Sie wäre für die Holzschwingböden, die Holzvertäfelung und Lieferung der Turngeräte für die im Bau befindliche Mehrzweckhalle der Sportmittelschule zuständig gewesen und hätte am 15. November mit den Arbeiten beginnen sollen.

Dabei hat sich bis dahin alles bestens entwickelt: Die Fassade ist fertig, die Außenarbeiten wie das Asphaltieren und Verlegen der Bodenplatten sind abgeschlossen, die letzten Handgriffe bei den Grünanlagen in Arbeit. „Alle Firmen haben vorbildhaft gearbeitet, wir waren dem Bauzeitplan rund eineinhalb Monate voraus – und dann das“, bedauert Falk.

Die Insolvenzursachen der Firma liegen laut KSV1870 in der Corona-Pandemie: Der Holzpreis habe sich nahezu verdoppelt, es kam zu Lieferschwierigkeiten und zu wesentlichen Auftragsstornierungen. Die Firma hat selbst den Konkursantrag gestellt. Aber wie wirkt sich das auf Gars aus?

„Entsprechend dem Vergabegesetz mussten wir eine neue Ausschreibung durchführen, das haben wir binnen zwei Wochen gemacht und wir sind mit einigen Firmen in Kontakt, von denen wir ein Angebot einholen“, beschreibt Projektleiter Christoph Österreicher vom Architekturbüro Litschauer in Karlstein die weitere Vorgangsweise. „Unser Ziel ist es, noch vor Weihnachten eine Firma zu beauftragen, damit wir nach den Feiertagen mit diesen Innenarbeiten loslegen können.“

Kostenrahmen wird vermutlich nicht halten

Dabei rechnete Falk, der schon eine Entscheidung bei der Gemeinderatssitzung am 15. Dezember betreffend die Vergabe erwartet, damit, dass der vorgesehene Kostenrahmen für diesen Bereich von etwas über einer halben Million Euro „wahrscheinlich wegen der Situation im Bauwesen wohl nicht halten wird“. Finanzieller Nachteil entsteht durch die Insolvenz nicht, weil noch keine Zahlungen geleistet wurden.

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Bürgermeister Martin Falk ist zuversichtlich, dass der Bauzeitplan eingehalten werden kann.
Foto: Rupert Kornell

Falk ist zuversichtlich, dass die Mehrzweckhalle noch in diesem Schuljahr ab April bespielbar ist, was Österreicher allerdings als „sportlich“ bezeichnet: „Ich rechne eher mit Ende Mai, Anfang Juni.“ Danach wird der bestehende Turnsaal saniert, der soll dann mit Beginn des neuen Schuljahres benützbar sein.