Besser geht‘s nicht!

Erstellt am 30. November 2011 | 00:00
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Web-Artikel 2325
Foto: NOEN
KONZERT / Die „Big Band Formation Horn“ bewies auch in ihrem 16. Bestandsjahr, dass sie zu den wichtigsten Kulturträgern gehört.

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VON RUPERT KORNELL

HORN / Der Auftritt von Roland Gatterwe, Gründer und Leiter der „Big Band Formation Horn“, mit Schal und Häferl ließ erahnen, dass er als Moderator diesmal ausfallen würde. Und es war auch so. Dank „Einspringer“ Johann Himmer wurden die Besucher im nahezu vollen Vereinshaussaal aber auch im 16. Jahr des Bestehens der Band sicher durch den Abend geleitet – auch von Gatterwe, der es sich nicht nehmen ließ, trotz seines gesundheitlichen Handicaps Bass-Saxophon zu spielen.

„A string of pearls“ war das Motto, und eine „Kette von Perlen“ musikalischer Art überreichten die knapp zwei Dutzend Musiker auch ihrem treuen Publikum, das erstmals auch drei „Neue“ auf dem Podium zu sehen bekam: Barbara Steindl und Florentina Hackl kamen zu ihrem ersten großen Einsatz und meisterten ihn gekonnt wie Benjamin „Bennie“ Führer, der wie die zwei jungen Damen ebenfalls bei den Saxophonen und an der Seite seines Vaters Markus „Mexx“ Führer Platz nahm.

Alexander Zeug: Dirigent,  Sänger und Rhythmiker

Schwungvoll war der Beginn – natürlich mit den „String of pearls“, die auch Glenn Miller bekannt gemacht hatten, ausdrucksstark gelang „Send in the clowns“, rhythmisch exakt unter anderem „Oye Como Va“ und „Desafinado“, nicht zuletzt dank der präzisen Führung durch den musikalischen Leiter Alexander Zeug. Der gelernte Schlagzeuger wusste aber nicht nur als Dirigent zu überzeugen, sondern bei „Cute“ von Neal Hefti auf der Waschrumpel, bei „All of me“ auf dem selbst gebauten „Vibraphon-Synthesizer“ und im zweiten Teil des Abends als Sänger („That’s life“, „I’ve got you under my skin“) im Stil Frank Sinatras, seines großen Vorbilds.

Auch in diesem zweiten Teil gab es eine „Perle“ nach der anderen, ein sehr gefühlvolles „What a wonderful world“, ein flottes „St. Thomas“, ein dank der „Schwimmeinlage“ von Johann Huss und Reinhard Zeug nicht ins Kitschige abgleitende „My heart will go on“ aus dem Film „Titanic“ – kurz, es war für jeden Anspruch etwas dabei.

Jeder einzelne Musiker  verdient höchstes Lob

Anspruch auf Lob hätte jeder Einzelne, die vielen Solisten in den Registern ebenso wie ihre Kollegen, die den „Sound“ erst perfekt machen. Horn darf sich glücklich schätzen, einen derartigen Kulturträger zu haben, Können und Engagement jedes Einzelnen in der „Formation“ müssen einfach gewürdigt werden.

Und das „Besser geht‘s nicht!“ Gatterwes zu Beginn, das auf seine Stimme gemünzt war, kann durchaus als Motto des tollen Abends gesehen werden. Besser kann man nicht musizieren…

Ob als Bandleader, Sänger, auf dem „Synthesizer-Vibraphon“ oder der Waschrumpel: Alexander Zeug ist einfach über“zeug“end!

Die Big Band-Combo mit Reinhard Zeug, Markus Führer (vorne von links), Klaus Magnet, Helmut Schlosser, Franz Samolani und Christoph Führer (hinten von links) sorgte auch nach dem Konzert für tolle Musik.

Keine Sorgen, was den Big Band-Nachwuchs betrifft, haben die „Oldies“ Johann Himmer (r.), Alexander Zeug (3.v.l.) und Roland Gatterwe: Barbara Steindl, Benjamin Führer und Florentina Hackl (v.l.) bestanden ihre „Premiere“ mit Bravour!

 RUPERT KORNELL