Freibäder starten in die Saison. Im Zeichen der Corona-Maßnamen steht am kommenden Wochenende in Bädern des Bezirks der Startschuss in die Saison.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:03)
Durch die unschlagbare Größe des Horner Freibades sind sichere und erholsame Sonnenstunden ab 29. Mai wieder möglich. Davon sind Vizebürgermeister Gerhard Lentschig und Bürgermeister Jürgen Maier überzeugt.
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Auch wenn das Wetter derzeit noch nicht unbedingt zum Baden einlädt: Mit der Öffnung der Freibäder am 29. Mai erfolgt der nächste Schritt in Richtung „Normalität“ in der Coronakrise. Dabei gilt es aber, einige Auflagen einzuhalten. So müssen etwa pro Badegast 10 m² zur Verfügung stehen, auch Abstandsregeln und die Maskenpflicht im Eingangs-, Buffet- und WC-Bereich muss eingehalten werden. Volleyballplätze wurden zwar – etwa am Bergwerksee Langau von der Landjugend – auf Vordermann gebracht, benutzt werden dürfen sie vorläufig noch nicht.

Im Freibad in Horn ist laut Bürgermeister Jürgen Maier alles für den Start am Pfingstwochenende vorbereitet. „Das Becken wurde mit frischem Wasser gefüllt, die Liegeflächen gemäht und das gesamte Areal desinfiziert“, erklärte er. Ursprünglich hätte die Saison in Horn schon am 15. Mai starten sollen. Die Größe des Badeteichs (8.500 m²) und der Spiel- und Liegewiese machen es möglich, dass 700 Badegäste gleichzeitig anwesend sein können.

Saisonkarten müssen telefonisch reserviert werden (02982/2106), bezahlt und abgeholt wird die Karte dann beim ersten Freibadbesuch. Ausgeliehen werden können nur Sonnenschirme, nicht aber Boote oder StandUpPaddles. Gesperrt bleiben vorerst auch Wasserrutsche, Schwimminsel, Wasserspielgeräte und Volleyballplatz, die Kinder-Spielgeräte und das 1-Meter-Brett dürfen aber benutzt werden.

Für das Eggenburger Freibad – hier berichtete die NÖN bereits über kleinere zuletzt durchgeführte Instandhaltungsarbeiten – kann man Saisonkarten ab 27. Mai (10 bis 14 Uhr) an der Freibadkasse erwerben. Laut Stadtrat Stefan Jungwirth wird es in Eggenburg wegen des Betriebs mit aufbereitetem Wasser ebenso wie in Sigmundsherberg möglich sein, die Rutsche zu benutzen.

Die Mitarbeiter des Eggenburger Bauhofes haben beim 3-Meter-Brett im Freibad eine neue Absturzsicherung aufgebaut.
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So wie Jungwirth will auch der Sigmundsherberger Bürgermeister Franz Göd auf die Verhaltensmaßnahmen im Freibad Sigmundsherberg hinweisen, die Bademeister aber auf Zurückhaltung und nicht auf Strenge trimmen. Denn: „Gerade weil heuer viele ihren Urlaub zu Hause verbringen werden, soll es in den Bädern den Wohlfühlfaktor geben“, sagte Göd. Er appelliere daher an den Hausverstand und die Eigenverantwortung der Badegäste. Notfalls werde mit Lautsprecherdurchsagen auf das Einhalten der Maßnahmen hingewiesen.

Abstand halten ist auch die oberste Prämisse im Erlebnisbad Gars, Maskenpflicht beim Eintritt ist selbstverständlich. „Bis zu 900 Gäste dürfen hinein, die große Liegewiese macht’s möglich“, sagt Bad-Referent Josef Wiesinger, der auf die Eigenverantwortlichkeit der Besucher setzt. „Und 90 Leute können im großen Becken schwimmen“, ergänzte er. Auch die 58m-Rutsche wird am Freitag schon in den Vormittagsstunden benützbar sein.

Das Weitersfelder Erholungsbad an Bach, Wald und Wiese gelegen ist sicher ein Geheimtipp an schönen Tagen, weil es auch an diesen meist nicht überfüllt war. Das könnte im kommenden Sommer wegen der Platzbeschränkung ein Vorteil sein. „Daher wird es nach der Eröffnung Mitte Juni heuer nur Einzelkarten geben, wo man die Anzahl der Badegäste jederzeit feststellen und eventuell einen Einlass-Stopp verfügen könnte“, meint Bürgermeister Reinhard Nowak. Heuer wird man sich vor allem um die Distanzvorschriften und um die Sicherheit bei der Großrutsche Gedanken machen müssen.

Bis zu 250 Gäste dürfen zunächst am Bergwerksee Langau dem Badespaß frönen. Den Imbiss-Bereich hat Pächter Roland Firmann schon seit Mitte Mai geöffnet.