Frost heuer „gnädig“: Bauern atmen auf

Erstellt am 27. April 2017 | 05:10
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Frosträuchern in den Weinbaugebieten Frost Rauch Bezirke Baden Mödling 21. April 2017
Foto: Einsatzdoku/Pongracic
Kalte Nächte richteten im Bezirk Horn kaum Schäden an. Jetzt hofft die Landwirtschaft auf Niederschläge.

Während die Landwirtschaft in vielen Gebieten in Österreich aufgrund der großen Kälte und der frostigen Nächte der vergangenen Tage mit großen Schäden rechnet, kam der Bezirk Horn diesmal glimpflich davon. „Was wir bisher wissen, haben wir im Bezirk Horn keine nennenswerten Schäden zu beklagen“, atmet Bezirksbauernkammer-Obmann Herbert Hofer auf. Allerdings müsse man besonders im Obstbau noch abwarten.

„Wichtig sind jetzt nennenswerte Niederschläge“

Als Grund für die gute Nachricht führte Hofer an, dass die vergangenen Nächte doch nicht ganz so kalt ausgefallen waren wie befürchtet. Mehr Sorgen als die Kälte machen ihm hingegen Wind und die ausbleibenden Niederschläge. Durch den Wind seien wenig Insekten, die für die Bestäubung der Obstbäume notwendig sind, unterwegs. Aber auch hier müsse noch abgewartet werden, ehe man Prognosen anstellen könne.

„Wichtig sind jetzt nennenswerte Niederschläge“, meint Hofer. Er hofft in den nächsten 14 Tagen bis drei Wochen auf zwei bis drei Mal Niederschläge von mindestens zehn bis 15 Millimeter. Die Böden bräuchten die Feuchtigkeit derzeit, die letzten großen Niederschläge (im Jänner in Form von Schnee) seien oberflächlig abgeflossen, da der Boden damals noch gefroren war.

Auch die Weingärten des Bezirks dürften heuer keine großen Frostschäden davontragen. Anders als in tieferliegenden Regionen (etwa im angrenzenden Bezirk Hollabrunn) kamen die Weinbauern des Bezirks Horn heuer auch ohne das „Räuchern“ der Weingärten aus. Durch das Entzünden von Strohballen und den dadurch entstehenden Rauch soll eine Schutzschicht für die Weinkulturen erzeugt werden. Im Vorjahr, als es Ende April und Anfang Mai noch Frosttage gab, griffen auch die Winzer des Bezirks Horn auf diese Methode zurück.