Langzeitarbeitslosigkeit: Jetzt noch mehr Hilfe

Das AMS Horn will bei Wiedereinstieg ins Berufsleben verstärkt helfen – und erhebt dazu genauen Bedarf der Betriebe.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 03:41
Symbolbild AMS
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Foto: APA (Pfarrhofer)

Mit zusätzlichen Initiativen will die AMS-Geschäftsstelle Horn den Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit forcieren. Unter anderen soll diese Herausforderung mit einer Lohnkostenförderung geschehen.

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AMS-Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp.
MK

Als Grund für die Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit – mit Ende September waren im Bezirk Horn 70 länger als sechs Monate ohne Job, 30 sogar länger als zwölf Monate – nannte Geschäftsstellenleiter Ferdinand Schopp die Tatsache, dass nur etwa 10 Prozent aller Jobsuchenden, die beim AMS vorgemerkt sind, dem idealen Anforderungsprofil der personalsuchenden Unternehmen. entsprechen. Die Mehrheit der Bewerber komme nicht in Frage, weil sie zu alt, gesundheitlich nicht topfit, nicht passend qualifiziert oder nicht flexibel einsetzbar seien. So verlängere sich die Suche nach passenden Arbeitskräften bzw. einem neuen Arbeitsplatz für beide Seiten. „Die beruflichen Wiedereinstiegschancen sinken für Jobsuchende mit jedem Tag der Arbeitslosigkeit“, zeigt Schopp auf. Besonders für Personen der Generation 50 plus und Menschen mit gesundheitlichen Problemen sei es schwierig, eine neue Beschäftigung zu finden.

Damit auch diesen Personen der berufliche Wiedereinstieg gelingt, will das AMS jetzt noch intensivere Unterstützung bieten. Daher sind im Oktober im Rahmen der „Aktion Sprungbrett“ Berater des AMS auch im Bezirk Horn bei Unternehmen, um den Personalbedarf punktgenau abzustimmen und zusätzliche Lohnkostenförderungen anzubieten, wenn sie langzeitarbeitslosen Bewerbern eine Chance geben. Niederösterreichweit sind heuer 16,5 Millionen Euro an Fördermittel für Einstellbeihilfen reserviert. Außerdem weist das AMS mittels neuem Job-Channel auf Youtube auf brandaktuelle Jobangebote hin.