Altenburger mit 104 Jahren voller Lebensfreude. Der Altenburger Johann Rotter feierte seinen 104. Geburtstag – und glänzt nach wie vor mit toller Lebensfreude.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 15. September 2019 (03:34)
Eduard Reininger
Seinen 104. Geburtstag feierte Johann Rotter aus Altenburg. Zu diesem freudigen und seltenen Ereignis stellten sich Enkelin Irmgard Rockenbauer, die Söhne Hannes und Friedrich und Schwiegertochter Christina Rotter, Bürgermeister Markus Reichenvater, Bezirkshauptmann Johannes Kranner, Romana Schreiner, Stefan Scheidl, Sabine Gererstorfer und Maria Wurzer mit Urkunden und Ehrengaben beim beliebten Jubilar ein.

Er ist der vermutlich älteste NÖN-Leser aus dem Bezirk Horn: Der Altenburger Johann Rotter feierte nun seinen 104. Geburtstag.

„In der Monarchie geboren und den Ersten und Zweiten Weltkrieg erlebt“ stellte Bezirkshauptmann Johannes Kranner fest. Johann Rotter kann aber nicht nur auf schwierige Zeiten, sondern auch auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Der geistig rege Senior „hätte nie gedacht, dass ich jemals so alt werde“, sagte er zur NÖN.

Besonders interessiert ist er nach wie vor am Geschehen des öffentlichen Lebens in seiner näheren Umgebung. „Natürlich, die Beine machen Schwierigkeiten, doch täglich gehe ich zwei Runden um den großen Wohnzimmertisch“, erzählte Rotter. Durch ein Foto über seinem Bett ist Gattin Theresia immer in der Nähe.

Urkunde und goldene Kaisermünze

Bezirkshauptmann Johannes Kranner, der die Ehrengaben des Landes, eine Urkunde und eine goldene Kaisermünze überreichte, zeigte sich besonders beeindruckt davon, wie geistig fit Rotter im hohen Alter ist und welche Lebensfreude er ausstrahlt. „Die Antennen zwischen Himmel und Erde funktionierten scheinbar noch immer“, meinte Kranner in Anspielung auf das von Johann Rotter verfasste Werk über die interessantesten Flurdenkmäler aus dem Bezirk und das Erreichen des biblischen Alters von Rotter.

Sein letztes Buch hat Rotter übrigens kurz vor seinem 100. Geburtstag veröffentlicht. Mit „Lerne Deine Heimat kennen“ will er besonders der jüngeren Generation einen Anstoß geben, sich näher mit der eigenen Heimat, dem Horner Becken und Umgebung, zu befassen. Rotter: „Das ist gerade in bewegten Zeiten wie diesen wichtig.“

Was Rotter nun besonders schätzt? „Dass ich auch im hohen Alter die Vorzüge in meinen eigenen vier Wänden genießen kann.“