Sigmundsherberg: Perchten lehrten Alt und Jung das Fürchten

Erstellt am 28. November 2022 | 08:02
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Im vorweihnachtlichen Ortskern von Sigmundsherberg ging es schaurig zu. Der große Perchtenlauf stand wieder auf dem Programm. Mit lautem Glockengeläut, wilder Musik und Feuershow, zogen Perchten und Höllengesellen auf den Hauptplatz. Das große „Schaulaufen“ der Herberger Höllen Teifln begeisterte die Besucher.

Vor Beginn der Veranstaltung wurden die Besucher über die Gründung des Brauchtum-Vereins informiert. Natürlich durften auch die Sicherheitshinweise nicht fehlen. „Gucken ja, Grapschen nein“ wurde als Devise ausgegeben, ehe das Spektakel mit Feuerspuckern, Perchten, Hexen und Engel los ging.

Die schaurig-schönen Teufel lehrten dabei nicht nur das Gruseln, sondern belebte mit ihrer Performance auch altes Brauchtum. „Und genau das liegt uns am Herzen“, betonte „Oberteufl“ Gerhard Toifl. Mit lautem Glockengebimmel von Rauchschwaden umhüllt, zogen die gruseligen Gestalten auf das Gelände und brachten den Gästen – darunter auch Bürgermeister Franz Göd – das Fürchten bei. Die „bösen“ Herberger Höllen Teifln verwandelten den Hauptplatz in einen Hexenkessel, sorgten für feurige Unterhaltung und trieben ihr Unwesen mit den Gästen.

Mit großartige Masken und teuflisch guten Kostümen präsentierten sich die „Teifln“ als ganz besondere Truppe, die mit ihren einstudierten Choreografien begeisterte. Für die mutigen unter den großen und auch kleinen Besuchern bestand im Anschluss die Gelegenheit, sich mit den Perchten fotografieren zu lassen. Jüngster Herberger Höllen Teifl war Simon Schmöger mit 11 Jahren.

Für den 3. Dezember ist ein Marsch durch die Kellergasse in Stoitzendorf und am 5. Dezember durch Sigmundsherberg (jeweils ab 17 Uhr) geplant. „Wir werden ein wenig Wirbel machen, die Leute können uns vom Fenster aus beobachten“, so Toifl.