Allram legt zwei Mandate zu. Bürgermeisterin sieht ÖVP-Aktivität als Erfolgsgarant. SPÖ verliert, FPÖ scheitert.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 27. Januar 2020 (19:01)
Nach dem Gewinn von zwei Mandaten hat Elisabeth Allram allen Grund zur Freude.
Kalchhauser

„Warum wir dazu gewonnen haben? Weil wir das gesamte Jahr über in der Gemeinde präsent sind. Weil wir nicht nur vor der Wahl Plakatständer aufstellen, sondern permanent für die Anliegen der Bürger da sind. Das schätzen die Leute“, freute sich Elisabeth Allram über den Erfolg der ÖVP in Brunn an der Wild. Allram ist seit Oktober 2016 die erste und bisher einzige Bürgermeisterin im Bezirk Horn.

Ihr gelang es, das starke Ergebnis von 2015, als die ÖVP unter Josef Gumpinger 77,8 Prozent und 13 Mandate holte, noch zu toppen. Mit 85,1 Prozent holte die ÖVP diesmal gleich zwei Mandate von der SPÖ.

Harald Frank wird neuer Vizebürgermeister werden.
MK

Nachdem zuletzt die prekäre Situation bei der Wasserversorgung durch einen neuen Brunnen behoben werden konnte, will Allram in der nächsten Periode Themen wie die Verkehrsberuhigung vor Volksschule und Kindergarten, die Anschaffung zweier Autos für die Feuerwehren, die Straßen-Sanierung vor dem Gasthaus Powisch inklusive E-Tankstelle, die Fertigstellung der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED oder die Schaffung neuer Bauplätze angehen. Die Nachfolge von Petra Zach als Vizebürgermeister soll Harald Frank antreten.

Barth: „SPÖ hat die Verjüngung versäumt“

SP-Spitzenkandidat Leopold Barth will noch „einige Zeit“ weiter machen.
NOEN

Zum Verlust von zwei Mandaten für die SPÖ befragt führte Spitzenkandidat Leo Barth einerseits die ambitionierte Arbeit Allrams an, andererseits räumt er ein, dass die SPÖ in den vergangenen Jahren eine Verjüngung des Teams verabsäumt habe. Dennoch tue das Ergebnis weh, „weil wir uns immer wieder gut eingebracht haben“, merkte Barth an. Der 73-Jährige selbst will noch „einige Zeit“ weiter machen, denn: „Die Jungen müssen noch einiges dazu lernen“, sagte Barth.

FPÖ-Kandidat Josef Isack, der die für ein Mandat erforderlichen 38 Stimmen mit 26 Stimmen klar verfehlte, wollte sich nicht zum Ergebnis äußern: „Ich bin enttäuscht, das hat sich alles für mich erledigt“, sagte er.

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