Baustart Ende Mai: Leitung für eine Million Euro. Abwässer aus vier Orten werden in den Bezirk Hollabrunn gepumpt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. Mai 2020 (05:44)
Bürgermeister Leo Winkelhofer präsentierte die Pläne für die neue Abwasserleitung, die von Burgschleinitz über die Gemeinden Straning-Grafenberg und Maissau das Abwasser aus vier Katastralgemeinden nach Frauendorf leiten wird.
Thomas Weikertschläger

Nach zweijähriger Planungsphase ist es nun fix: Die Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring stellt die Abwasserbeseitigung für die Katastralgemeinden Burgschleinitz, Amelsdorf, Matzelsdorf und Zogelsdorf auf neue Beine. Notwendig wurde dieser Schritt laut Bürgermeister Leo Winkelhofer, weil laut Wasserrechtsbehörde die Kläranlage in Burgschleinitz nicht mehr dem Stand der Anforderungen entsprach.

Daher habe die Behörde eine Frist bis Jahresende gesetzt, eine Zukunftslösung umzusetzen. Während der Bau einer neuen Kläranlage in Burgschleinitz zu kostspielig gewesen wäre, seien auch andere Möglichkeiten in Betracht gekommen. Eine Ableitung nach Eggenburg (wo die Abwasser der anderen Katastralgemeinden, abgesehen von Sonndorf, das über eine Bio-Kläranlage verfügt, hingeleitet werden) sei nicht in Frage gekommen, weil die Kapazitäten in Eggenburg ohnehin ausgelastet seien. Eine Leitung über Etzmannsdorf nach Röschitz sei wegen des geringen Gefälles ausgeschieden. Als am kostengünstigsten habe sich dann eine Variante mit einer Ableitung in den Bezirk Hollabrunn ergeben, sagte Winkelhofer.

Ausgehend von der alten Kläranlage in Burgschleinitz, an deren Stelle ein großes Auffangbecken errichtet wird, gehen die Abwässer mittels 150er-Druckleitung über das Gebiet der Marktgemeinde Straning-Grafenberg nach Limberg in der Gemeinde Maissau. Dort werden die Abwässer in eine bestehende Leitung eingespeist, die zur Kläranlage in Frauendorf in der Gemeinde Sitzendorf an der Schmida führt. Die dortige Kläranlage sei nicht nur auf dem neuesten Stand, sondern derzeit nicht voll ausgelastet, daher sei man „dort froh, dass unser Abwasser kommt“, sagte Winkelhofer. Denn die Klärwirkung sei bei voller Auslastung besser.

Der Baubeginn für das Projekt, in das die Gemeinde etwas mehr als 1 Mio. Euro steckt, soll laut Winkelhofer Ende Mai oder Anfang Juni erfolgen. Es wird von der Strabag als Bestbieter umgesetzt.