Cornelia Daniel ist "Österreicherin des Jahres". Unternehmerin aus Brunn wurde für ihr Photovoltaik-Engagement im Bereich "Klimainitiative" ausgezeichnet.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 23. Oktober 2020 (13:27)
Cornelia Daniel wurde für ihr Engagement im Bereich der Photovoltaik als „Österreicherin des Jahres“ ausgezeichnet.
Tony Gigov

Über eine Top-Auszeichnung darf sich die gebürtige Brunnerin Cornelia Daniel freuen: Sie wurde als „Österreicherin des Jahres im Bereich Klimainitiative“ auf einer von der Tageszeitung „Die Presse“ organisierten Veranstaltung am 22. Oktober ausgezeichnet.

Daniel erhielt diese Auszeichnung wegen ihres Engagements im Bereich der Photovoltaik mit ihrem Solarberatungsunternehmen „Dachgold" sowie der gemeinsamen Initiative „Tausendundein Dach“, die sie gemeinsam mit dem Solarspezialisten 10hoch4 umsetzt (die NÖN berichtete mehrfach). Das Ziel dieser Initiative ist es, bis Ende diesen Jahres 1.001 Unternehmensdächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten bzw. Verträge in diesem Umfang abzuschließen. Momentan steht die Aktion bei 613 Dächern, laut Daniel kommen täglich neue hinzu.

Ziel: PV-Anlage auf jedem Unternehmensdach

Den Preis sieht sie selbst übrigens als weiteren, wichtigen Anschub, um ihr Ziel zu erreichen und ihre große Vision, auf jedem Unternehmensdach eine Photovoltaikanlage stehen zu haben, umzusetzen. Für sie ist klar, dass Strom auch dort erzeugt werden soll, wo er verbraucht wird. „Zudem bietet eine eigene Anlage enorme Potenziale hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit bzw. der Stromkostenreduktion, wodurch die ansonsten ungenutzte Dachfläche einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird“, sagt Daniel. Dass sie für ihr visionäres Denken und das Voranbringen dieses Themas in der Gesellschaft nun eine Auszeichnung erhalten hat, kann sie kurz danach selbst noch nicht ganz fassen: „Ich freue mich wahnsinnig über diesen Preis – zu Beginn meiner Karriere hätte ich mir niemals träumen lassen, einmal hier zu stehen. Manche Dinge gehen auch in Erfüllung, ohne dass man sie sich wünscht.“

Die Lorbeeren will sie aber nicht für sich allein in Anspruch nehmen. Ohne ihr Team bei „Dachgold“ und „10hoch4“ wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Ihr Team sei derzeit praktisch rund um die Uhr dabei, alle Anfragen und Aufträge zu bewerkstelligen. „Deshalb gilt dieser Preis vor allem den fast 100 Menschen, die bereits an der Vision 1001 Dächer arbeiten“, sagt Daniel.

„Mut zur Veränderung"

Der Zukunft steht sie übrigens optimistisch gegenüber. Das 1 Millionen-Dächer-Ziel der österreichischen Regierung verdeutliche, welches Wachstumspotenzial in diesem Sektor stecke, sagt sie: „Rechnet man die Zahlen hoch, dann braucht es dafür 100.000 Menschen.“ Zudem macht sie all jenen Mut, für die dieses Thema noch neu ist und die sich dafür interessieren: „Vor zwölf Jahren wusste ich auch so gut wie nichts über Photovoltaik, heute stehe ich hier. Was ich damit sagen will: man braucht auch Mut für Veränderungen.“ Möglichkeiten gebe es dazu in diesem Bereich genug. Wichtig sei es vor allem, so viele Menschen wie möglich mit dieser Thematik zu erreichen: „ Je mehr Teile der Gesellschaft erreicht und motiviert werden, desto besser wird uns die Energiewende gelingen.“