Ein neues Haus für Vereine. Nach fast 40 Jahren Überlegungen wich alter Pfarrhof modernem Dorfzentrum. Kosten: 420.000 Euro.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 04. Juni 2020 (07:31)
Der alte Pfarrhof wich einem neuen Haus, wo sich alle Vereine treffen können: Ortsvorsteher Raimund Neuteufel, Dorferneuerungsverein-Obfrau Michaela Scheidl, Bürgermeisterin Elisabeth Allram, Feuerwehr-Kommandant Martin Hofbauer, Jugendverein-Obmann Benjamin Frank und Vizebürgermeister Harald Frank.
Karin Widhalm

Ein Eröffnungsfest wäre zu Floriani geplant gewesen, Corona kam dazwischen. Gut Ding braucht eben Weile, das stellte die Feuerwehr schon bei der Planung eines neuen Hauses für sich und weitere Vereine fest. 40 Jahre denke man schon daran, schätzt Vizebürgermeister Harald Frank. Man suchte lange nach einem Platz, Verhandlungen mit der Erzdiözese haben sich zuletzt hingezogen.

Der alte Pfarrhof gleich neben der Kirche dient nämlich als Standort für das neue Gemeinschaftshaus: Die Erzdiözese hielt dazu an, doch eine Erneuerung zu überlegen. Die Feuerwehr holte Kostenvoranschläge ein, wobei die Kosten für die Generalsanierung dann zu teuer ausfielen. Man entschied sich, das Gebäude wegzureißen und einen Neubau aufzuziehen. Die Liegenschaft musste nicht angekauft werden, dafür darf die Pfarre – wie auch der Dorferneuerungsverein und die Jugend – die Räumlichkeit nutzen.

Das neue Haus wird mit einer Luftwärmepumpe beheizt und hat eine Photovoltaikanlage am Dach. 420.000 Euro kostete das Projekt, wobei 165.000 Euro das Land NÖ beisteuerte. Die Vereinsmitglieder halfen mit: 3.200 Stunden Eigenleistung investierten sie. Die Tische und Sesseln für den Saal, auch das Geschirr, hat man kostengünstig erwerben können: „Sie kommen aus einem aufgelassenen Gasthaus“, erzählt FF-Kommandant Martin Hofbauer, das dies ein Glücksfall gewesen sei. Man hätte sonst erst später in die Ausstattung investieren können.

Haus soll Dorfleben weiter aufwerten

Die Feuerwehr profitiert übrigens immens vom neuen Zuhause: Das alte Zeughaus hatte kein Wasser und keine Toiletten. Das Dorfleben, das sich stets im Pfarrhof abgespielt hat, wird aufgewertet. „Eine Wahl, die Gemeinderatswahl, haben wir hier schon geschlagen“, ergänzt Frank lächelnd, selbst in Dietmannsdorf wohnhaft. Das Fest wird übrigens voraussichtlich im nächsten Jahr nachgeholt werden.