Kameggs Adler brutal abgebrochen und gestohlen. Hoch auf dem Kriegerdenkmal thronte der bronzene Adler: Josef Loritz stellte heute (24. Juli) Morgen fest, dass dieses Kunstwerk fehlt. Es dürfte in der Nacht vom 22. auf 23. oder vom 23. auf den 24. Juli gestohlen worden sein.

Von Red. Horn. Erstellt am 24. Juli 2020 (14:38)

Die bronzenen Füße waren brutal abgebrochen, weitere Spuren waren nicht festzustellen. Aufmerksame Bewohner registrierten am Mittwoch (22. Juli) zwar einen ortsfremden Kleinbus mit deutschem Kennzeichen, machten aber keine weiteren Beobachtungen.

Die besondere Beziehung der Ortsbevölkerung zu diesem wertvollen Kunstwerk hielt man vor einigen Jahren bei der 75-jährigen Jubiläumsfeier des Kriegerdenkmals fest. Ein Wiener Betrieb hat 1935 den Bronzeadler angefertigt. Zwei Bewohner – Franz Baminger und sein Freund Engelbert Schweiger – hatten ihn im Rucksack mit dem Motorrad nach Kamegg gebracht. Sie hatten aber einen Unfall während der Fahrt und ein Flügel des Adlers brach ab. Robert Turk, Mechaniker in Gars, hat das fehlende Teil wieder angeschweißt, damit war die Eröffnung des Kriegerdenkmals gerettet.

Ortsvorsteher Anton Mück hat sich das beschädigte Kriegerdenkmal angesehen: „Ein frecher Kunstraub“, sagt er. Man erstattete Anzeige bei der Polizei, das bestätigt das Bezirkspolizeikommando. Der Vorfall ist zudem in der Kunstraub-Datenbank gespeichert.