Erfreulicher Rechnungsbeschluss: 800 Euro Plus. Der neue Eggenburger Finanz-Stadtrat Markus Tutschek konnte positiven Rechnungsabschluss 2019 präsentieren. Gemeinderat ohne Gegenstimme dafür.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Mai 2020 (05:28)
Finanz-Stadtrat Markus Tutschek präsentierte den Rechnungsabschluss 2019.
TW

Wenige Wochen nach seiner Angelobung als Gemeinderatsmitglied konnte der neue Finanz-Stadtrat Markus Tutschek einen aus seiner Sicht erfreulichen Rechnungsabschluss 2019 präsentieren – der wurde von den Gemeinderatsmitgliedern einstimmig angenommen.

Denn gegenüber einem Fehlbetrag von 1.089.000 Euro, wie im einstimmig beschlossenen Voranschlag für 2019 vorgesehen, weist der Rechnungsabschluss im ordentlichen Haushalt nun einen kleinen Überschuss von 800 Euro auf. Im Voranschlag waren noch Einnahmen von 7,7 Mio. Euro und Ausgaben von 8,8 Mio. Euro erwartet. Nun stehen Einnahmen von 8.991.000 Euro Ausgaben in Höhe von 8.952.000 Euro gegenüber. Damit wurde sogar ein Soll-Überschuss von 39.400 Euro erwirtschaftet, der vorgetragene Soll-Überschuss aus 2018 mit 38.600 Euro ergibt den reinen Soll-Überschuss von 800 Euro.

Zurückzuführen sei das im Vergleich zum Voranschlag bessere Ergebnis einerseits zur Hälfte auf Bedarfszuweisungen durch das Land NÖ (540.000 Euro), andererseits auf die insgesamt 594.000 Euro, die sich aus diverse Minderausgaben, aber auch Mehreinnahmen, etwa bei der Kommunalsteuer (78.000 Euro) den Aufschließungsabgaben (67.000 Euro) oder den Ertragsanteilen (73.000 Euro) zusammensetzen.

Schuldenstand stieg weniger als gedacht

Minderausgaben gab es etwa bei Gemeindestraßen (141.000 Euro), der Errichtung einer WC-Anlage (wurde nicht realisiert, 70.000 Euro), der Pflasterung des Hauptplatzes (wurde nicht realisiert, 50.000 Euro), der Instandhaltung des Amtsgebäudes (hier wurde der Sockel nicht saniert, 13.000 Euro), dem Winterdienst (11.000). Mehrausgaben gab es hingegen etwa bei der Beschilderung der Wanderwege (14.000 Euro).

Bei der Schuldenentwicklung war man im Voranschlag noch von einem Anstieg von 4,7 auf 8,2 Mio. Euro ausgegangen, der Darlehensrückstand beträgt nun mit Ende 2019 aber „nur“ 6,5 Mio. Euro. Zurückzuführen sei dies in erster Linie auf die noch nicht erfolgte Realisierung des Kindergartens, sagte Tutschek.